Diks: Sozialtreff-Hilfe weiter möglich
11.03.2009 | 16:19 Uhr 2009-03-11T16:19:00+0100Bürgermeister will sich keine Blockade-Haltung vorwerfen lassen. Sozialausschuss soll über Finanzspritze entscheiden.
Emmerich. Die beiden haben mittlerweile miteinander geredet, sie reden aber weiter auch übereinander – auch in der NRZ. Dabei liegen Bürgermeister Johannes Diks und Jürgen Brockmann, ehrenamtlicher Leiter des Sozialtreffs, zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht so weit auseinander. Seine Hoffnung, dass der Stadtrat die von ihm beantragten 5760 Euro für den Sozialtreff im Haushalt 2009 berücksichtigt (wir berichteten), muss Brockmann gleichwohl begraben.
SPD will Prüfung
„Trotzdem ist nichts abgelehnt worden, wie der Sozialtreff verbreitet hat”, erklärt Diks. In einer Pressemitteilung vom Freitag hatten sieben Ehrenamtler des Sozialtreffs „mit Bestürzung und Verwunderung die Entscheidung des Haupt- und Finanzausschusses zur Kenntnis genommen, für das Haushaltsjahr 2009 keine finanzielle Unterstützung für den Fortbestand der Arbeit unserer unabhängigen Sozialberatungsstelle zu gewähren”.
Diks indes betont, dass er Brockmann „sogar entgegengekommen” sei, indem er dessen Eingabe dem Haupt- und Finanzausschuss vorgelegt habe – noch bevor der Stadtrat sich mit der Sache beschäftigt. Und der Stadtrat, so Diks weiter, werde den Antrag am kommenden Dienstag ordnungsgemäß an den zuständigen Ausschuss weiterleiten. Der Sozialausschuss tagt nur zweimal jährlich, das nächste Mal wohl im Mai oder Juni. „Hier ist also weder etwas abgelehnt worden, noch blockieren wir etwas”, erklärt der Erste Bürger. Finanzielle Unterstützung sei später kurzfristig möglich – „aber das muss die Politik entscheiden”.
Brockman sieht derweil auch die SPD auf seiner Seite, weil diese die Verwaltung damit beauftragen will, „die Kosten für die Einrichtung und den Betrieb eines Arbeitslosentreffs und eines Sozialtreffs incl. Beratungstätigkeiten zu ermitteln und dem Rat vorzustellen”.
Kritik und Konter
Obendrein kontert Brockmann die Kritik des Bürgermeisters an seiner engagierten Öffentlichkeitsarbeit. „Wir müssen mehr direkt kommunizieren statt über die Zeitung”, hatte Diks gesagt. Ihm gegenüber, so Brockmann, habe sich Diks zudem „einen anderen Umgang” erbeten. Brockmanns forsche Antwort (gegenüber der NRZ): „Wir sind immer nur die Reagierenden.” Den Sozialtreff zur Beratung von Hartz-IV-Betroffenen gebe es „ja nur, weil die Verwaltung nicht korrekt mit den Empfängern umgeht”.
Der Sozialtreff hatte die 5760 Euro beantragt, um Räume für seine Beratung anmieten zu können. Zurzeit berät er einmal monatlich in einem Gruppenraum der Diakonie. Im Herbst hatte das Arbeitslosenzentrum der AWo schließen müssen.
21:26
Als Berater hätte man viel früher den Antrag stellen müssen. Der Gang durch die Ausschüsse ist normal und richtig, oder wollt Sie Diks als Diktator?
Ob SIe dann Ihr Geld bekommen?
23:29
Pritter, auf Ihren Beitrag gehe ich lieber nicht ein.
Aber der Artikel der NRZ erscheint mir wichtig. Die NRZ schrieb :
Im Haushalt 2009 werden die insgesamt 5760 Euro jedenfalls keinesfalls mehr berücksichtigt. Und Bürgermeister Diks macht Brockmann wenig Hoffnung: Er verweist auf bestehende Beratungs-Angebote – etwa des VdK in Hüthum –, auf die Schuldnerberatung der Diakonie und die Hilfestellung durch Sachbearbeiter der Stadt.
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/emmerich/2009/3/3/news-113297756/detail.html
Herr Diks hat auf andere bestehende Beratungs-Angebote verwiesen.
D.h. für mich schlicht und einfach. Wir haben bereits und brauchen nicht mehr !!!
17:29
Das ist wieder typisch! Jemand will Geld haben und bekommt es nicht sofort und mault dann die Stadt an. Soll der Bürgermeister bald mit einer Schubkarre in der Innenstadt Geld verteilen gehen? Darüber hinaus hat Herr Brockmann anscheinend keine Ahnung wie das System der Ausschüsse und des Rates funktioniert. Vielleicht sollte er als Berater sich mal schlau machen.