Die Welt zu Gast im Rheinpark
02.09.2011 | 21:48 Uhr 2011-09-02T21:48:00+0200
Emmerich. Mit einem Fest der Kulturen wurde der neu gestaltete Rheinpark in Emmerich eröffnet. Zahlreiche Besucher genossen Kunst und Kulinarisches unter freiem Himmel bei strahlendem Sonnenschein.
Indische Klänge in den Ohren, ein Duft nach Fernost in der Nase, türkische Spezialitäten auf der Zunge und für die Augen ganz viel Traditionelles in Form von Tanz – das erste Fest der Kulturen anlässlich der Rheinparkeröffnung hatte für alle Sinne etwas zu bieten.
20 Stände hatten die verschiedenen Nationen, die in Emmerich beheimatet sind, entlang der neuen Wege aufgebaut, die von vielen Gästen des Festes, das vom Integrationsrat und den Kulturbetrieben organisiert wurde, umlagert wurden. Kein Wunder. Geboten wurden dort nämlich allerhand – Kunst, Kultur und Kulinarisches, aber auch Trödel und Traditionelles. Und das aus aller Herrenländer.
An einem Stand sorgte etwa Asim Serban Papagan für offene Münder bei den Besuchern. Der Niederländer mit Wurzeln in der Türkei zeigte eine über 1000 Jahre alte Malkunst. Auf die Wasseroberfläche in einem Becken träufelte er Farbpunkten. Um daraus ein fertiges Bild entstehen zu lassen, zog er zum Abschluss einfach ein Blatt Papier durch das Wasser. Im Handumdrehen entstand so ein farbenprächtiges Kunstwerk.
Börek, Köfte
und Lahmacun
Echte Handarbeit konnte dagegen am Stand gegenüber der türkischen Moschee-Gemeinde beobachtet werden. Fleißig fertigten die Frauen hier Teigfladen, die auch sogleich zu landestypische Leckereien verarbeitet wurden. Diese gab es im Übrigen an vielen Ständen. Weiße Schildchen priesen immer wieder Börek, Köfte und Lahmacun an. Namen, die für Gesprächsstoff sorgten. Immer wieder fragten die Besucher des Festes bei den Vertretern der Nationen hinter den Ständen nach. Gern erklärten diese die Spezialitäten ihrer Heimat.
Doch nicht nur hier, lohnte es sich einen Blick zu riskieren. Auch auf der vor dem Kriegerdenkmal aufgebauten Bühne zeigten die Kulturen – darunter Niederländer, Aleviten, Jesiden, Muslime und Studenten aus Bangladesch – was sie auf die Bühne bringen können. Erleichtert zeigte sich in Anbetracht des gelungenen Festes die Vorsitzende des Integrationsrates, Sultan Seyrek. „Auch wenn es im Vorfeld viel zu erledigen gab, so ist es jetzt umso schöner, dass hier alle miteinander feiern.“ Und mehr noch, „sich gegenseitig einen kleinen Einblick in die eigene Kultur geben können.
Nach den Darbietungen der Vereine auf der Bühne standen noch Auftritte der Bands Shade und KingPin auf dem Programmzettel. Ausklingen konnte das erste Fest der Kulturen mit einer Disco unter freiem Himmel.
Zu einer kurzen Schrecksekunde kam es im Rheinpark gegen 19 Uhr. Eine jüngere Besucherin war umgekippt. Da die Emmericher Rettungswagen auf anderen Einsätzen in der Umgebung unterwegs waren, musste ein Rettungshubschrauber alarmiert werden, der auch prompt am Rheinpark – dort wo nun die Promenade auf den Park trifft – landete. Zum Glück war der Helikopter ohne für einen Patiententransport nach Emmerich unterwegs. Unverrichteter Dinge konnte er aber wieder wegfliegen. Der jungen Besucherin ging es schnell wieder besser.
0mitdiskutieren