Die Kirmes in Emmerich startet trotz Hitze durch

Ein beliebter Klassiker: Die Autoscooter lockten zum Start wie viele Fahrgeschäfte mit dem halben Preis. Trotz Hitze nutzten viele Jugendliche das Angebot.Foto:Erwin Pottgiesser
Ein beliebter Klassiker: Die Autoscooter lockten zum Start wie viele Fahrgeschäfte mit dem halben Preis. Trotz Hitze nutzten viele Jugendliche das Angebot.Foto:Erwin Pottgiesser
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Was wir bereits wissen
Bei 30 Grad eröffnete Vize-Bürgermeisterin Elke Trüpschuch die Kirmes und erledigte souverän ersten den Fassanstich. Schausteller haben keine Probleme mit der Hitze.

Emmerich..  Diese Kirmes dürfte so ziemlich alle Hitze-Rekorde brechen. Bei satten 30 Grad fiel am Freitagnachmittag der Startschuss für den viertägigen Rummel. Heute dürfte das Thermometer vielleicht sogar an der 40 Grad-Marke kratzen. Auch Sonntag bleibt es sehr warm. Nicht unbedingt ideales Kirmes-Wetter. Das hielt aber gerade die Kinder und Jugendlichen nicht davon ab, sogleich die Fahrgeschäfte zu stürmen, die in der ersten Stunde mit halben Preisen lockten. Das Emmericher Blasorchester spielte dazu den „Musketier-Marsch“, „San Angelo“ und „Salute Lugano“.

Anwohnern gedankt

Für Vize-Bürgermeisterin Elke Trüpschuch war der Fassanstich eine Premiere. Und die SPD-Frau hat ihre Sache gut gemeistert. Nach zehn Schlägen hatte sie den Zapfhahn ohne Bierdusche in den Banzen gejagt. Der Zapfhahn hing zwar etwas schief – aber das tat dem Freibier nicht weh. „Ich habe vorher viele Ratschläge bekommen, von Männern! Da könnte man drei Zimmer mit tapezieren“, plauderte die Bürgermeisterin gut gelaunt. Der fachfraulich geschickten Herangehensweise zollte auch Joachim Sigmund Respekt, der mit Frau Ira und Tochter Carolin zum Geistmarkt gekommen war: „Fürs erste Mal eine reife Leistung!“ Ob er denn 2016 die Kirmes eröffnen werde? Wollte der Reporter der NRZ wissen. „Alles zu seiner Zeit“, antwortete der Bürgermeister-Kandidat der BGE.

Vor der Eröffnung gab es viele Dankesworte. Dirk Janßen, Vorsitzender des Schausteller-Verbandes Geldern-Kleve, bedankte sich beim Ordnungsamt. Elke Trüpschuch dankte den Anwohnern und bat darum, das bunte und gelegentlich auch laute Treiben zu tolerieren.

Während die Kirmesgänger schwitzten, blieb Marinus de Weijer in seinem klimatisierten Kassenhäuschen ganz cool. Die Hitze bereite keine Probleme, auch der Kasten mit den Relais habe eine Klimaanlage, im Übrigen sei ja alles Elektronik, und wenn sein „Ultimate“ schaukele, sei es etwas kühl.

Bei hochsommerlichen Temperaturen dürfte Kühles Konjunktur haben. Und Fruchtiges. Neben der Enzian-Stube ist erstmals eine Cocktail-Bar aufgebaut. „Wir wollen das mal ausprobieren“, sagte Ede Weber. Breuers Eiszeit lockt mit Wassereis durch den Strohhalm. Süß, aber kühl, und Tröger-Eis bietet Eissorten mit Schaum.

Und wenn wir schon in der Sahara leben müssen, wird sich Papa bestimmt über das Lebkuchenherz freuen mit der Widmung: „Für den coolsten Papa.“