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Die Karten für 2011 sind gelegt

30.12.2010 | 16:06 Uhr
Die Karten für 2011 sind gelegt
Foto: Heinz Holzbach/Waz/FotoPool

Emmerich.Die NRZ hat das „Emmericher Monopoly“ des Prinzenpaares gespielt und so einen Blick auf das kommende Jahr geworfen.

Was wird das Jahr 2011 der Stadt Emmerich bescheren? Die NRZ hat der Hansestadt die Karten gelegt. Die Monopoly-Karten. Dank des Prinzenpaares Momo I. und Christa I. gibt es ja eine limitierte Emmerich-Version des Spieles, die für caritative Zwecke verkauft wurde (die NRZ berichtete).

. Foto: Heinz Holzbach/Waz/FotoPool

Offiziell heißt das Brettspiel natürlich nicht „Emmericher Monopoly“ – das hätte patentrechtliche Folgen. Aber der Einfachheit halber nennen wir es so. Maria, Marco, Daniel und Sarah treten um die Macht in Emmerich an. Monopoly-Debütantin Sarah würfelt zum Auftakt eine vier und landet auf der Gewerbesteuer: „Kauf ich!“, sagt sie und legt 4000 Euro hin. „Nee, Du musst die Steuer bezahlen“, klärt Daniel sie auf. Der erste spektakuläre Kauf geht an Marco: das Rheinmuseum. „Kriegste den Kleipaß mit dabei“, erinnert Maria. Auch die Stadtwerke kann der Halbitaliener erwerben: „Ich bin der neue Schnake.“ Und den Geistmarkt. Maria dazu: „Du willst doch nur an die Eisdiele!“

Sarah setzt auf Kultur und
kontrolliert die Stadt

Maria zieht eine Gemeinschaftskarte: „Du bekommst ein Plakatmuseum geschenkt.“ Maria freut sich, liest dann aber weiter: „Jetzt musst Du ein Museum bauen. Das kostet Dich 10 000 Euro extra.“ Autsch! Maria muss das PAN Museum mit einer Hypothek belasten.

Der Jackpot, in dem alle gezahlten Strafen landen, ist auf dem Emmericher Spielbrett im „Fun Garden“ zu gewinnen. Schnell wird klar: Wer hier landet, wird Emmerich kontrollieren.

Nach dem Dämpfer zu Beginn startet Sarah mächtig durch. Offenbar mit Konzept: Sie setzt auf Kultur und Verkehr. Nach harten Verhandlungen mit Maria nimmt sie das PAN Museum unter ihre Fittiche und baut hier das erste Hotel am Platze. Der Kauf von drei Bahnübergängen bewährt sich auch. Marco würfelt sich fünf Runden von Übergang zu Übergang und zahlt kräftig an die neue Betuwe-Beauftragte. Die Lindenallee, die teuerste Straße Emmerichs, reißt sich Sarah auch unter den Nagel. Marco kratzt das letzte Geld zusammen, um die Promenade zu kaufen, die zweitteuerste Straße.

Nachdem Sarah kurzzeitig im Gefängnis war, knackt sie den Jackpot im Fun Garden und kassiert 24 800 Euro. Das Sümmchen bringt sie in die beste Verhandlungsposition. Lediglich Daniel, sonst meist im Knast oder „betrunken im Dienst“ (laut Ereigniskarte), kann mithalten, indem er die Filetstücke Lindenallee und Promenade erwirbt und kräftig baut. Marco muss prompt 28 000 Euro Miete zahlen und ist pleite. Maria erleidet einen technischen K.O., weil sie Sarah 22 000 Euro Miete für einen Besuch im PAN-Hotel zahlen muss – das muss eine Party gewesen sein...

Das Jahr 2011 ist vorbei: Sarah kontrolliert die Stadt. Muss sich lediglich hier und da mit Daniel „Promenaden Paul“ arrangieren.

Foto: Heinz Holzbach/Waz/FotoPool

Am Rande: Das Emmericher Monopoly glänzt mit viel Lokalkolorit. Gerade die Ereignis- und Gemeinschaftskarten bieten etliche Geschehnisse zum Schmunzeln. Zum Beispiel: „Du suchst vergebens eine Bahnhoftoilette. Dein ‘Geschäft’ geht in die Hose. Die Reinigung kostet Dich 100 Euro.“ Herrlich zynisch: „Du wirst bei ‘Emmerich im Lichterglanz’ von einer Rakete getroffen. Du bekommst 400 Euro Schmerzensgeld.“ Leider ist auch dieses Ereignis oft sehr treffend: „Du organisierst ein Event in Emmerich, doch keiner kommt. Zahle 2000 Euro Ausfallkosten.“ Vielleicht der Klassiker des Jahres: „Du möchtest den Rheinpark verschönern. Eine Gruppe Baumschützer hindert Dich daran. Zahle für Gutachten 5000 Euro.“ Und auch das kennt auch jeder Emmericher: „Mache einen Ausflug zum Bahnübergang Borghees. Die Betuwe kommt und Du musst warten. Eine Runde aussetzen.“

Marco Virgillito

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