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Die Herren von Ton und Licht aus Rees-Millingen

21.01.2015 | 22:00 Uhr
Die Herren von Ton und Licht aus Rees-Millingen
Richard Möllenbeck installiert mit seinem Sohn Dominik die Lichtanlage im Saal Jonkhans.Foto: Thorsten Lindekamp

Millingen.   Richard und Dominik Möllenbeck bedienen bei der Sitzung des MCV die Regler der Mischpulte. Weihnachten illuminierten Vater und Sohn erstmals St. Qurinus

Die ganze Woche schon verlegen Richard und Dominik Möllenbeck Kabel, hängen Strahler auf, schließen Mischpulte und Endstufen an. Heute Abend müssen sie die letzten Handgriffe erledigt haben. „Denn am Freitag ist Generalprobe“, erklärt Dominik Möllenbeck. Dann heißt es, die Tänzer, Sänger und Büttenredner des Millinger Carnevals Vereins (MCV) optimal auszuleuchten, den Ton bestmöglich auszusteuern. Seit zehn schon arbeiten Vater und Sohn Möllenbeck als Beleuchter und Tontechniker für den MCV. Ehrenamtlich, versteht sich.

„Warum wir das machen?“ Dominik Möllenbeck lacht. „Andere spielen Fußball. Uns macht dieses hier eben Spaß“, sagt der 33-Jährige und deutet Richtung Technikecke im Saal Jonkhans. Schon als 15-Jähriger hat er seinen Vater begleitet, wenn der die Technik aufgebaut und angeschlossen hat. Damals war Richard Möllenbeck in Sachen Musik machen unterwegs, spielte in Kirmes- oder Schützenfestzelten oder unter mit bunten Bänder geschmückten Birken beim Tanz in den Mai.

Happy Singers aus Bienen

Richard Möllenbeck selbst hat mal Happy Singers aus Bienen mitgemischt. „Ich bin da irgendwann eingestiegen“, erzählt er. Das ist schon rund vier Jahrzehnte her. Als sich die Combo auflöste, hat Richard Möllenbeck Teile der Anlage übernommen. „Das hat sich so fortgesetzt, immer wieder habe ich ausgemusterte Technik angekauft“, fährt der 62-Jährige fort. So viel, dass Vater und Sohn inzwischen technisch recht gut bestückt sind.

Da war es auch kein Problem, als drei Stunden vor der närrischen Sitzung in Bislich die komplette Technik mit einem verhaltenen Knall ihren letzten Ton von sich gab. „220 Volt verträgt die Anlage, durch einen Fehler in der Zuleitung waren plötzlich 380 Volt drauf“, erklärt Dominik Möllenbeck. Vater und Sohn haben sich umgehend auf den Weg zurück nach Millingen gemacht, fix andere Mischpulte und Endstufen ins Auto geladen und sind wieder nach Bislich gefahren. 19 Uhr war alles fertig. „Das war knapp“, erinnert sich Elektromeister Möllenbeck senior. Denn für 19.11 Uhr war der erste närrische Programmpunkt angekündigt.

17 werden es an den beiden nächsten Samstagen bei den Sitzungen in Millingen sein. Für die Möllenbecks heißt das, von Einzug bis zum Auszug alert zu sein. Der Junior, Elektriker von Beruf, wird ständig für die Technik parat stehen, Vater Richard steht auch mal als Sänger und Gitarrist der Disharmomniker auf der Bühne.

An Weihnachten haben die beiden für Furore gesorgt. Da haben sie dem Wunsch von Pastor Marian Szalecki entsprochen, der sein Gotteshaus in ein etwas anderes Licht getaucht wissen wollte. Der Eingangsbereich sollte laut Pfarrer hell erleuchtet sein, ansonsten waren warme Farben gewünscht. „Wir haben uns dann an den liturgischen Farben orientiert“, erzählt Dominik Möllenbeck.

In Anlehnung an die Adventszeit war der Altarbereich violett illuminiert, von der Decke leuchteten 13 weiße Sterne, auch die beiden hinteren Pfeiler weihnachtlich weiß. Ansonsten war alles in ein warmes Rot und Amber getaucht. Fast alle Kirchenbesucher waren begeistert. „Herzlichen Glückwunsch“, war nur eines der zahllosen Komplimente, das Vater und Sohn für ihren Einsatz ernteten.

Maria Raudszus

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2015-01-21 22:00
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