Die hecken was aus
14.04.2010 | 23:13 Uhr 2010-04-14T23:13:00+0200
Emmerich.Mobilane macht sich Ungeduld der Gesellschaft zu Nutze und bietet Sofort-Grüne-Konzepte für Hecken, Dächer und Wände.
Die heutige Gesellschaft ist ungeduldig. Alles muss sofort geschehen. Selbst in der Gartengestaltung reicht es manchen nicht, Grünes zu säen, es wachsen und gedeihen zu lassen. Sie wollen sofort Grünes sehen.
Diesen Trend hat die niederländische Firma Mobilane für sich entdeckt, die seit Anfang 2009 ein Vertriebsbüro in Emmerich an der Kaßstraße betreibt. „Wir entwickeln und verkaufen Sofort-Grüne-Konzepte“, schildert Vertriebsleiter Sander Smit. Ihnen spiele auch in die Karten, das Grundstücke heute immer kleiner werden, die Bewohner aber auf engstem Raum Pflanzen sehen wollen.
Das Unternehmen mit Hauptsitz in Leersum (bei Utrecht) ist Marktführer in dem Segment und produziert in acht Ländern, hauptsächlich in den Niederlanden, wo die nächste Pflanzenaufzucht nahe Venlo liegt. Das Emmericher Vertriebsbüro ist für den ganzen deutschen und österreichischen Markt zuständig und zählt fünf Mitarbeiter. Seit fünf Jahren ist Mobilane in Deutschland aktiv. Das Unternehmen kooperiert mit Garten- und Landschaftsbauern. Dort sind die grünen Lösungen erhältlich.
Mobilane begrünt zum Beispiel Dächer. Fertig bepflanzte Kassetten („Sie sehen aus wie Eierdosen von unten“, so Smit) werden formgerecht auf dem Dach installiert und meist mit Kies umrandet. So kann etwa ein graues Garagendach erblühen. Smit nennt weitere Vorteile: Der Abfluss des Regenwassers, für das ja auch Gebühren fällig werden, wird durch die Pflanzen verringert. Das Dach verschleißt nicht so schnell, weil es nicht direkten Sonneneinstrahlungen ausgesetzt ist. Die Begrünung wirkt wärme- oder kälteisolierend – je nach Jahreszeit. Für Dachreparaturen können die Kassetten herausgenommen werden, was bei einem angelegten Beet nicht möglich ist.
„Hässlich“, weil zu grau, findet Sander Smit die Emmericher Innenstadt. Da könne die „Hecke am laufenden Meter“ helfen. Sie besteht etwa aus Efeu (ein natürlicher Feinstaub-Absorbierer), Glacier oder Hainbuche. Bereits in grüner Pracht wird die Hecke in länglichen Kübeln und mit einem verzinkten Gitter durchzogen direkt vor Ort installiert. „Zunächst ist sie 70 bis 80 Prozent dicht. Nach einer Saison ist sie bei 100 Prozent“, sagt Smit. Die Hecke bietet sofortigen Sichtschutz. Durch das Gitter im Inneren können Kleinkinder und Haustiere nicht durchschlüpfen. „Müllcontainer hinter Hecken zu verstecken ist in Deutschland der Hit“, verrät Smit.
Nicht günstig,
aber sofort grün
Weiter entwickelt hat Mobilane die Fassadenbegrünung. Bisher montierten sie Alu-Kübel an Gerüsten, die direkt an der Wand angebracht sind. Die großen und schweren Elemente wurden nun weiterentwickelt. „Seit diesem Jahr bieten wir ein Meter mal 60 Zentimeter große Elemente“, so Smit. Das Grün wird hier in massive Steinwolle, die kein Wasser aufnimmt, gepflanzt. Eine Bewässerung ist über kleine Röhrchen in der Wolle möglich. Smit gibt zu, dass mit 750 bis 1000 Euro pro Quadratmeter die Fassadenbegrünung nicht günstig ist. Dafür aber sofort grün. Infos: www.mobilane.de
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