Die grüne-weiße Partygemeinde

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Praest.  . Der Nachwuchs der Fahnenschwenker wartete vor Stele und Ehrenmal gespannt am Samstag auf den offiziellen Startschuss, nachdem bereits am Abend zuvor die Zeltdisco das Schützenfest einläutete. Einer der Jungs sagte leise: „Das ist doch Pastor Bienemann.“ Richtig! „Ich bin nicht mehr so fit. Aber ein bisschen feiern, das geht schon“, erklärte der Präses der St. Johannes Schützen, heutiger Wahl-Eltener, zu Beginn des Festamtes.

Wunder gibt’s auch heute

Beinahe hätte alles ohne Messdiener beginnen müssen, die standen nämlich jenseits der Bahnlinie. Wer Pater Zakarias, der mit Wilhelm Bienemann die Messe zelebrierte, kennt, weiß, dass er durch seine herzliche Art bei Anspannung ein Lächeln in die Gesichter zaubern kann. So fand er die passenden Worte, begrüßte die „Partygemeinde“ und sprach zugleich von Wundern, die es nicht nur früher gab: „Gemeinschaft haben und halten, das ist auch heute ein Wunder“, freute sich Zakarias. Gute Laune pur bei einem nicht endenden grün-weißen Schützenmeer – begleitet vom Blasorchester und den Spielmannszügen aus Praest und Vrasselt – machte sich danach entlang der Bahntrasse breit. Gefühlte Länge: die eines ICEs. Für das hoheitlich geprägte Praest, angeführt vom Königspaar Stefan und Martina Berkowich, sollte der erste Zug durchs Dorf folgen. Apropos hoheitlich: Karenvalsprinz Micheal II. (Kühn), stellvertretender Spieß, erkundigte sich, ob alles für den Start bereit sei. Während der grün-weiße Tross sich in Bewegung setzte, konnte man „under cover“ auch Kinderkarnevalsprinz Linus (Prehn) entdecken. Der war auf ‘nem Board mit cooler Sonnenbrille unterwegs. Unüberhörbare Salutschüsse und der große Zapfenstreich, der am Sonntag noch von Brudermeister Wolfgang Schmitz lobend erwähnt wurde, durften nicht fehlen. Höhepunkt des Samstags war das Vizekönigschießen, das Patrick Elshoff unter 39 Bewerbern mit dem 81. Schuss für sich entschied. „Er war bereits 2010 Vizekönig und ist Mitglied des Spielmannszuges sowie des 21. Zuges“, wusste Schriftführer Ludger Elsing. Weitere Preise: Kopf - Ingo Kluwe, linker Flügel - Leo Ricken und der rechte ging an Norbert Jansen. Auch am Sonntag präsentierte sich das Dorf in festlicher Stimmung, wohl mit Praester Niesel-Landregen. Die Schützenfamilie traf sich nachmitttags zum Antreten auf dem Amtsplatz. Vor dem Schießen um die Jungschützenkönigswürde ging’s mit Applaus und Jubel durch Praests City. Höhepunkt heute: Ab 12.30 Uhr ist das König-schießen angesagt.

Der 11. Zug sen. errang den Wander- und Senioren-Wanderpokal. (bester Einzelschütze: Kurt Brouwer, bester Seniorenschütze: Norbert Wismans). Ergebnisse beim Vorstands- und Offiziersschießen: 1. Preis (Rumpf) Hans-Georg Blös, 2. (Kopf) Ehrenbrudermeister Willi Roebrock, 3. (rechter Flügel) Ewald Koch und 4. (linker) Frank Peerenboom. 50-jähriges Jubiläum feiern Eduard Rösener, Gerd Siemes und Harald Wanders. 40 Jahre sind dabei: Jürgen Born, Jürgen Seesing, Heinz Voermans, Michael und Richard Verbücheln.