Die ersten Flüchtlinge kommen in Rees an

Die vorhandenen Betten der ehemaligen Drogenklinik wurden zu Etagenbetten umgebaut, neue Etagenbetten treffen am Samstag ein.
Die vorhandenen Betten der ehemaligen Drogenklinik wurden zu Etagenbetten umgebaut, neue Etagenbetten treffen am Samstag ein.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Heute wird das Gros der Etagen-Betten angeliefert und von Malteser-Freiwilligen aufgebaut. Die ersten 25 Bewohner rollen am Montag per Bus an. In der Erstaufnahme-Einrichtung bleiben sie nur wenige Tage, von dort geht es in andere Städte und Gemeinden.

Rees..  Am Montag rollt der erste Bus mit Flüchtlingen an. „25 Bewohner hat man uns zunächst angekündigt“, sagt Andreas Degelmann, Koordinator der Flüchtlinge bei den Maltesern in Köln, und derzeit in Rees mit dem Aufbau der Zentralen Unterbringungs-Einrichtung auf dem Gelände der ehemaligen Fachklinik Horizont beschäftigt. Bis zum Ende der Woche werden hier 50 Personen vorübergehend wohnen. Dann wird deren Anzahl in 25er Schritten jeweils zu Wochenbeginn und Wochenende aufgestockt, bis die maximale Bewohnerzahl von 150 Ende der zwölfen Kalenderwoche erreicht ist. „Die Aufnahme gehen wir bewusst sukzessive an, damit sich die Abläufe nach und nach einspielen können“, sagt Degelmann.

Küchenteam eingewiesen

Gestern ließ sich das Küchenteam schon mal einweisen, erste tiefgekühlte Essen wurden in den Konvektomaten geschoben. „Von Montag bis Mittwoch haben wir noch eine Fachkraft, die uns Hilfestellung bei der Bedienung der Gerätschaften leistet, danach übernimmt das Küchenteam die Arbeit eigenständig“, so Degelmann.

Auch das Team der Malteser Köln hat für die Anfangsphase eine Reihe von mit Flüchtlingsunterkünften erfahrenen Mitarbeitern nach Rees geschickt, damit von Anfang an alles reibungslos läuft. „Alle rund 30 Stellen bis auf zwei sind besetzt“, so Degelmann, der sich am Freitag kommender Woche aus Rees zurückziehen wird. Dann ist längst Dirk Fahrland, der neue Einrichtungsleiter, vor Ort. Er tritt morgen seinen Dienst an.

„Wir haben Personal vorwiegend aus der Region eingestellt“, teilte Degelmann mit. Dabei habe man großes Glück gehabt, weil das gefundene Team beinahe alle Sprachen der aus Kriegs- und Krisengebieten zu erwartenden Flüchtlinge abdecke. „Aktuell suchen wir noch mindestens eine Erzieherinnen für die Betreuung der Kleinen in der Kinderstube“, so Degelmann. Auch für diese Fachkraft gilt, sie sollte eine Fremdsprache sprechen. „Eine Erzieherin aus den slawischen Ländern wäre wünschenswert“, so der Koordinator.

Stephan von Salm-Hoogstraeten, Geschäftsführer der Malteser in der Diözese Münster, betonte die gute und reibungslose Zusammenarbeit mit der Stadt Rees. Er hat inzwischen auch den Anwohnern Dirk Fahrland vorgestellt.

Heute sind diverse Freiwillige der Malteser vor Ort, um die Betten aufzustellen, die heute geliefert werden, und die Kleiderkammer einzurichten. Am Montag soll alles fertig sein, einzig die Einrichtung der Kinderstube wird sich bis Ende nächster Woche verzögern und auch die Sanitätsstation wird erst Mitte des Monats fertig. Den Service aber wird es geben. Dafür rollte ein Krankentransportwagen auf den Hof, der dort so lange bleibt, bis die Station fertiggestellt ist.