Die Bombe in Emmerich ist erfolgreich entschärft

Die Bombenentschärfung ist für Freitag geplant.
Die Bombenentschärfung ist für Freitag geplant.
Foto: Fabian Strauch/ Archiv
Was wir bereits wissen
Der Kampfmittelbeseitungsdienst hat am Freitagvormittag an der Weseler Straße in Emmerich einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft.

Emmerich.. Der Kampfmittelräumdienst hat heute morgen erfolgreich eine Weltkriegsbombe in Emmerich entschärft. Die 5-Zentner-Bombe war im Außenbereich zwischen der Weseler Straße und dem Groendahlsche Weg gefunden worden.

Auch 70 Jahre nach Kriegsende sind in Emmerich noch Blindgänger in der Erde vergraben. Am späten Mittwochnachmittag fand der Kampfmittelräumdienst bei Sondierungsarbeiten auf dem Gelände zwischen der Weseler Straße und der Firma Remex am Groendahlschen Weg eine (nicht explodierte) Fünf-Zentner-Bombe aus dem 2. Weltkrieg.

Am Freitag wurde der Blindgänger erfolgreich entschärft. Dazu wurde das Gebiet rund um den Bombenfund in einem Radius von rund 250 Meter bis 9.30 Uhr evakuiert. Betroffen waren die Gebäude am Groendahlschen Weg 87, 130, 140, der Lehmweg 4 sowie die Betriebsgelände der anliegenden Unternehmen, die in diesem Bereich liegen.

Alle Gebäude im Überblick

Im Bereich eines 500-Meter-Radius waren alle Anwohner und Betriebsangehörigen angehalten, die Gebäude ab 9.30 Uhr nicht zu verlassen und die Fenster geschlossen zu halten, sowie gegebenenfalls die Jalousien herunter zu lassen.

Übrigens: Stadtgebiet immer wieder Bomben gefunden werden, ist nicht ungewöhnlich, passiert in der Rheinstadt aber eher selten. Denn Emmerich ist im Zweiten Weltkrieg, vor allem bei dem Großangriff am 7. Oktober 1944, zu 97 Prozent zerstört worden. 665 Tonnen Sprengbomben warfen 337 Lancaster-Bomber ab. Es handelte sich überwiegend um 1,8 Tonnen schwere Minen. Über 700 000 Brandbomben mit einem Gesamtgewicht von 1283 Tonnen wurden abgeworfen. Ziele waren u. a. Bahnhof, Chemiebetriebe, Konvikt und Krankenhaus mit einer großen Anzahl an Opfern und Verwundeten. Im Juli 1944 nahmen die Alliierten beispielsweise Leegmeer und im März 1945 Vrasselt, Praest und Dornick unter Beschuss.