Der Steiger ist zurück

Emmerich..  Er kam in den frühen Morgenstunden zurück. Seit gestern liegt auch der dritte Steiger wieder an seinem Platz vor dem Pegelhäuschen. „Um 5 Uhr fuhr der Lastwagen mit dem reparierten Steiger schon auf die Rheinpromenade“, sagte Jutta Conrad-Hering von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Die verwaltet bekanntlich die städtischen Immobilien, also auch diesen Steiger.

Nicht zuletzt wegen des anfangs eher schlechten Wetters war die Heimkehr des bei einer Havarie arg beschädigten Steigers von vielen unbemerkt von statten gegangen.

Mit einem Kran wurde die nagelneue, am späten Nachmittag in der Sonne grau-glänzende und 20 Tonnen schwere Brücke auf den Ponton gehoben. Der war nach dem Crash im Februar mit einem niederländischen Motorschiff in den Hafen Emmerich gezogen und dort wieder flott gemacht worden.

Sofort zu begehen ist die kleine Seebrücke noch nicht. „Zunächst muss sich jetzt ein Sachverständiger davon überzeugen, dass alles in Ordnung ist“, sagte Jutta Conrad-Hering im NRZ-Gespräch. Sie hoffe aber, dass die Freigabe bis Anfang nächster Woche erfolgt ist.

Arger Zeitdruck bestehe auch nicht, so Conrad-Hering. Denn zurzeit würden ja auch keine Schiffe anlegen wollen, da der Steiger erst jetzt wieder zurück sei. Teuer wird die Abnahme durch den Sachverständigen dabei nicht. Der erledige seinen Job freundlicherweise „in Amtshilfe“, sagte die Mitarbeiterin der Wirtschaftsförderung.

So unproblematisch die Anreise des 64-Tonnen schweren Spezial-Transporters der Bocholter Firma Schares verlief, so unspektakulär erfolgte die Abfahrt. Repariert wurde der stark beschädigte Steiger übrigens in Andernach, und zwar von der Firma SBS. Die sitzt in Rheinland-Pfalz und stellt Boote und schwimmende Anlagen her.

Monika Wirtz von der Touristen-Info freute sich jedenfalls. Darüber, dass bald endlich wieder auch die „Stadt Rees“ an der Rheinpromenade anlegen wird.