Der Auto-Blitz, der einen Kultstatus genießt

Darauf fahren sie ab, die Mitglieder der „Opelfreunde Emmerich“ – im Schatten der Rheinbrücke.
Darauf fahren sie ab, die Mitglieder der „Opelfreunde Emmerich“ – im Schatten der Rheinbrücke.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Vor anderthalb Jahren haben sich die „Opelfreunde Emmerich“ gefunden. Diese spezielle Automarke hat den Fahrern, wie in der Liebe, den Kopf verdreht – und das meist schon in ganz jungen Jahren.

Emmerich..  Die erste große Liebe vergisst man nie. Das gilt nicht nur für romantische Beziehungen zwischen Menschen. Sondern offenbar auch für die Kombination Mensch und Auto. So wie im Fall von Jens Scheibe. Denn dessen zweiter, fahrbare Untersatz eroberte sein Herz im Sturm. Und ist seitdem fest darin verankert: „Mein erster Wagen war ein Fiat Panda. Aber danach bekam ich einen Opel. Da war es um mich geschehen“, erinnert sich der 50-Jährige.

Genauer geschrieben: Ein sportlicher Kadett E hatte ihm den Kopf verdreht. Es folgten ein Astra F und ein knuffiger Corsa B. „Opel fahren ist einfach Kult“, betont der Emmericher, der heute mit einem Astra G auf den Straßen der Hansestadt unterwegs ist. Dass der Automobilhersteller mit dem markanten Blitz im Firmenlogo eine große Faszination ausübt, weiß Jens Scheibe genau. Denn mit seiner Liebe zur Automarke, die einst in Rüsselsheim das Rollen lernte, ist er nicht allein. Denn – immerhin – acht Mitglieder zählt der Klub „Opelfreunde Emmerich“, dessen jüngstes Mitglied Lea-Sophie – Scheibes Tochter – gerade einmal zweieinhalb Jahre jung ist.

Taufe am 21. November 2013

Vor einigen Jahren gehörte Jens Scheibe noch einem Opelklub in Goch an. „Doch irgendwann entstand der Wunsch, etwas Eigenes in Emmerich auf die Beine zu bringen.“ Gesagt, getan! Am 21. November 2013 gründete der Opelfreund mit seiner Frau Dana den Klub.

Die kleine Vereinigung ist mittlerweile sogar international. Denn neben Mitgliedern aus Emmerich, Goch und Alpen gibt es einen Niederländern, der gern in Kadett und Co. unterwegs ist: Jean-Paul Montulet aus ‘s-Heerenberg.

Der 44-Jährige hat noch zwei alte Kadett C in der Garage stehen. Mit 17 Jahren bekam er von seinem Opa seinen ersten Opel geschenkt, einen Kadett C. Für die täglichen Fahrten ist er aber mit seinem geräumigen Opel Zafira unterwegs.

Gern kommt Montulet zu den Emmerich Treffen. „Dort kann man super über die Fahrzeuge fachsimpeln, Erfahrungen, aber auch technisches Wissen austauschen“, so der Niederländer. Andreas Thysen aus Goch kann da nur zustimmend nicken. „Außerdem unternehmen wir gern etwas gemeinsam“, erklärt der 32-Jährige.

Was? Die Opelfreunde favorisieren Treffen mit Gleichgesinnten. Mit der ganzen Familie, versteht sich. „Es geht auch mal zur Motorschau nach Essen“, erklärt Andreas Thyssen. Dort tragen die Klub-Mitglieder natürlich auch „Uniform“. Sprich: Ihre bordeaux-roten Polo-Shirts mit Opel-Logo und dem eigenen Namen auf der Brust. Zu verdanken haben die Autofreunde diese übrigens ihren Sponsoren. So etwa Wemmer & Janssen aus Kalkar. Oder auch Beschriftungen Kirschke aus Emmerich.

Corsa löste den Virus aus

Marc Jansen ist – ganz typisch – vom Opel-Virus befallen „worden“. Sein Vater schenkte ihm einen Opel Corsa, heute fährt er einen schwarzen Astra. „Mein Traumauto“, wie er stolz sagt.

Dominik Meyer aus Alpen fährt zwar keinen Opel, ist aber dennoch Mitglied im Club. „Denn die Faszination für diese Automarke teile ich auch.“ Und vielleicht kann er ja auch bald mal mit seinem Traumwagen zu einem der Treffen fahren: einem Opel Manta.

Apropos Treffen: Jens Scheibe und seine Mitstreiter haben ein markantes Ziel: „In ein paar Jahren möchten wir ein großes Opeltreffen auch mal in Emmerich organisieren.“ Den passenden Platz dafür hat er schon im Blick. Mal sehen, wann in der Hansestadt zahlreiche Corsas, Vectras, Kadetts und Co. vorfahren.