Das aktuelle Wetter Emmerich 11°C
Freizeit

Den Niederrhein per Pedal erkundet

01.07.2012 | 15:06 Uhr
Den Niederrhein per Pedal erkundet
Viele Radfahrer starteten ihre Tour an der Emmericher Rheinpromenade.

Emmerich/Rees.   Beim Radwandertag starteten zahlreiche Fietser in Emmerich. Erstmals Kinderroute

Eine Invasion von Drahteseln übermannte die Rheinpromenade. Per Pedale ging es darum, die Umgebung, auch grenzüberschreitend, zu erobern. Anlass hierfür war der Niederrheinische Radwandertag, der in diesem Jahr bereits in seine 21. Runde ging. „Etwa 500 Radler starten vom Standpunkt Emmerich“, wusste die Verantwortliche Dr. Manon Loock-Braun des Infocenters. Damit sei die Rheinstadt einer von über 70 Start- und Zielorten, wobei sich 23 davon im Kreis Kleve befinden. Vor dem Startschuss wurden schon fleißig die Reifen aufgepumpt, Helme festgezogen und die Klingeln geölt.

Vier verschiedene Strecken standen von Emmerich aus auf dem Programm, wobei erstmals eine weitere 26 Kilometer lange Kinderroute über Zeddam angeboten wurde. „Ich freue mich am meisten auf die Fähre und schönes Wetter“, so der zehnjährige Nils van Nüß, der mit seiner Familie bereits zum dritten Mal mit von der Partie war. Auch Mirjam Bill legte mit ihrer Fiets den 46 Kilometer langen Weg über das niederländische Millingen und Zeddam zurück. „Einen schönen Platz zum Picknicken“ erhoffte sich die Zehnjährige für ihre Tour. Auf die gleiche Strecke freuten sich Wilma und Heinz Bisselik, die mit Helga Hennig unterwegs waren und ohnehin gerne Fahrrad fahren. „Ich war schon mindestens sieben Mal dabei“, schwärmte Hennig von der Veranstaltung, bei der man auf sportliche Weise die Landschaft genießen kann. „Einmal habe ich sogar den ersten Preis gewonnen, der damals aus 200 Mark bestand.“

Auf Stempeljagd

Eine Tombola mit einem Ballon- oder Segelflug als Hauptpreisen wartete auf die Teilnehmer nach ihrer Fahrt, wenn sie mit ihrer Startkarte drei Ortsstempel während ihrer Route gesammelt haben. Zwei Stempel reichten für die Kinder aus, die ohnehin mit Gutscheinen aus der Umgebung belohnt wurden. Einen „Pokal für die größte startende Gruppe“ galt es ebenfalls zu ergattern, so Loock-Braun.

Auch alle Inline-Skater wurden herzlich von Loock-Braun begrüßt, ebenso wie die Fahrer der elektrischen E-Bikes, für die Ladestationen zur Verfügung standen.

Eine Länge von 33 Kilometern hat die Strecke über Kleve und Bedburg-Hau, für die sich Ingrid Schwerhoff mit ihrem Mann Hubert entschieden hat. „Wir sind zum zweiten Mal dabei und haben uns für die selbe Strecke entschieden, weil sie einfach schön ist“, so die Emmericherin. Mit einer Decke im Gepäck freute sie sich besonders auf die Stopps zum Quatschen mit ihren Freunden wie Peter Scheers (68) aus Lobith. „An der ersten Station wird lecker gegrillt“, wusste sie. Voller Vorfreude schwangen sich die Teilnehmer auf ihren Sattel und traten kräftig in die Pedalen.

Stephanie Gorgs



Kommentare
Aus dem Ressort
Die Zukunft des Waldhotels Hochelten mitbestimmen
Gastronomie/Forschung
Sechs Studenten der Hochschule in Maastricht erforschen, was deutsche und niederländische Kunden im Restaurant und Herbergsbetrieb erwarten. Frank Gesthuizen darf sich auf detaillierte Hinweise freuen. Jetzt Fragebogen beantworten.
Vorstand weckt Lust auf Karneval in Rees
Karneval
Der Reeser Karneval Verein muss mit dem Ordnungsamt ein neues Sicherheitskonzept erstellen. Motiviert gehen die neuen Frontmänner an den Start
Neuer Chorleiter für Isselburg-Anholt gesucht
Kirche
Isselburger Chöre feiern am Samstag gemeinsam das Cäcilienfest. Die Sänger aus Anholt plagt ein Problem: Ihnen fehlt ein Dirigent. Gespräche blieben bislang erfolglos.
Gelungener Auftritt von Chris Barber und Band in Emmerich
Kultur
„Nur“ 250 Gäste erlebten die Legende Chris Barber und seine hochkarätige Bigband im Emmericher Stadttheater. Zuhörer erlebten genialen Jazz, Swing und Dixieland.
Emmericher Schule entsetzt über Abschiebepraxis
Abschiebung
Eine Flüchtlingsfamilie, die seit einigen Jahren in Emmerich wohnte, wurde nachts abgeholt und zur Ausreise in den Bus nach Polen gesetzt. Das Gymnasium erhielt erst drei Tage später offizielle Kenntnis, wo der Schüler blieb. Die Behörden rechtfertigen Nachtaktionen mit frühen Flugzeiten.
Frage der Woche

Quo vadis Embrica? Die CDU-Fraktion beantragt einen Masterplan für die Innenstadt. Ein Gutachter soll damit beauftragt werden, die City mal richtig auf den Kopf zu stellen und alles auszuloten, was möglich ist. Welche Potenziale hat Emmerich? Das Ergebnis soll als Basis für politische Entscheidungen über Jahre dienen. Zugleich mehren sich aber auch die Stimmen, die sagen: Emmerich braucht keinen Masterplan.

Die Frage: Ist ein Masterplan für die City sinnvoll?

So haben unsere Leser abgestimmt

Ja, die Innenstadtplanung muss mal aus einem Guss kommen.
22%
Ja, die Gesellschaft ist im Wandel, die Stadtplanung muss sich anpassen.
14%
Ja, die Verwaltung wäre mit dieser Aufgabe überfordert.
3%
Masterplan hier, Arbeitskreis da. Es wird zu viel diskutiert und zu wenig gehandelt.
25%
Nein, die Ergebnisse werden eh nicht konsequent umgesetzt.
9%
Nein, die Gutachter kosten nur viel Geld. Die Erkenntnisse sollen sich Politik und Verwaltung selbst erarbeiten.
27%
343 abgegebene Stimmen
 
Fotos und Videos
Habemus Bernd de Baey
Bildgalerie
Kath. Kirche Emmerich
44. Prinzenproklamation
Bildgalerie
Karneval
GECK lüftet das Geheimnis...
Bildgalerie
Karneval
Oktoberfest Isselburg
Bildgalerie
Volksfest