Das Leben jenseits des Kanals kennen lernen

Emmerich..  Nicht mit dem Flugzeug, sondern mit den Zug ging es in diesen Jahr für neun Austauschschüler aus Wisbech/England nach Emmerich. Warum? „Zum einen weil es so günstiger war und zum anderen so besser schon einmal die Landschaft des Landes gesichtet werden kann“, weiß Heinz Ulland. Der Englischlehrer des Willibrord-Gymnasiums organisiert von deutscher Seite aus den Austausch mit der englischen Partnerschule.

Seit über 20 Jahren sind Wisbech und Emmerich nun so schulisch verbunden. Schade nur: Mit der Zeit ist die Teilnehmerzahl an dem Austausch stetig gesunken. Der Tiefststand ist in diesem Jahr. Lediglich sieben Schülerinnen und zwei Schüler sind momentan in den Gastfamilien in Emmerich untergebracht. „Wir hätten gut und gerne mit 55 Schülern nach Wisbech fahren können“, so der stellvertretende Rektor des Gymnasiums, Wolfgang Urbach. Doch da die außerschulischen Aktivitäten der Engländer begrenzt sind, muss dieser in deren Ferien stattfinden – kein Wunder, dass da das Interesse nicht allzu groß ist.

Zusammen mit den Lehrern Santosh Ghosh und Monika Skinner ging es nach Emmerich. Eine erste Erkundungstour für die 14-Jährigen durch die Stadt gab es bereits gestern. Zudem stehen noch ein Besuch des Lehmbruck-Museums in Duisburg und auch eine Führung durch die Firma Probat auf dem Programm. „Schön ist, dass der Austausch nahtlos ineinander übergeht“, so Ulland.

Sprich: Die deutschen Gastgeber fahren mit dem Besuch aus Wisbech am kommenden Montag via Zug zurück und verbringen dann eine Woche in dem englischen Städtchen. Ein Tag in Cambridge, ein Besuch der Partnerstadt King’s Lynn sowie ein kurzer Zwischenstopp in London sind auch schon für die Neuntklässler des Willibrord-Gymnasiums eingeplant.