„Das hat Elten nicht verdient“

Elten..  Draußen rauschten die Sturmböen über den Eltenberg. Am Fuße der Anhöhe, im Foyer der Luitgardisschule, ging’s gestern am frühen Abend zwar nicht ganz so bewegt zu. Nüchtern und bei Sonnenlicht betrachtet war die Wahl der Ortsausschuss-Vorsitzenden allerdings auch im zweiten Anlauf keine günstige, um es vorsichtig zu formulieren.

Die Vrasselter SPD-Ratsfrau Sultan Seyrek, die zuvor vier Jahre lang den Integrationsrat geleitet hatte, erhielt letztlich mit 6:5 Stimmen die knappe Mehrheit des mit fünf CDU-Stimmen besetzten Gremiums. Hätte aber lieber ihren Stellvertreter, Elten-Experte Ludger Gerritschen, am Kopf des Tischehufeisens gesehen.

„Ludger ist der bessere Kandidat. Ich finde es schade, dass es hier am Tisch solch taktische Spielchen und Blockaden gibt. Das hat Elten nicht verdient“, erklärte Seyrek hörbar angefressen, „ich mache den Posten ehrlich gesagt nur, damit der Ausschuss arbeitsfähig ist.“

Wirklich vorbereitet war Seyrek auf die ersten 45 Minuten am Hauptmikrofon dann auch nicht. Weil sie offenbar darauf spekuliert hatte, als Stellvertreterin von Ludger Gerritschen nicht in die Leiter-Position zu müssen. Doch die Wahl-Kombination mit Gerritschen an der Spitze wurde mit sechs Gegenstimmen abgelehnt. Wie schon Mitte Dezember beim gescheiterten ersten Versuch.