Da waren es nur noch zwei
16.07.2010 | 15:02 Uhr 2010-07-16T15:02:00+0200
Emmerich.Das Planungsbüro Junker und Kruse (Dortmund) hat keine Ferien. Es soll nun zügig die Neumarkt-Konzepte der beiden Projektentwickler ITG aus Düsseldorf und Johannes Welmans aus Emmerich auf Chancen und Risiken abklopfen.
Welmans’ Investor ist die Fima Schoofs aus Kevelaer, die schon das neue Obi-Gebäude in Emmerich errichtete. Welmans Konzept sieht u.a. auch Wohnungen, Medi Max, eine Frischetheke, Sozialstation und einen Lebensmittelmarkt vor. Die Dritte im Bunde, Regina Bieber (Dortmund), ist dagegen aus dem Rennen.
Schon kurz nach der Sommerpause soll das Gutachten vorliegen. Dann wird der Rat entscheiden, welches Konzept er favorisiert.
„Das ist ein vollkommen neutraler Gutachter, der in keinem Zusammenhang mit der ITG zu sehen ist“, sagte Bürgermeister Johannes Diks auf einer Pressekonferenz mit den Fraktionsvorsitzenden: „Wir haben dem Gutachter keine Vorgaben mit auf den Weg gegeben.“
Aber auch dem Städteplaner kann nicht verborgen geblieben sein, dass das, was Helmut Berends von der Immobilien Treuhand GmbH (ITG) präsentiert hatte, bei den Lokalpolitikern eingeschlagen ist wie eine Bombe.
Eine „neue Mitte“ soll da im noch blutenden Herzen der Stadt entstehen: mit einer größtenteils auf zwei Ebenen verteilten Verkaufsfläche von ca. 8 000 Quadratmetern, zwei Ankermietern (Vollsortimenter auf knapp 3000 qm und „Medi Max“ auf ca. 1000 qm), etwa 15 weiteren Shops, einer Tiefgarage mit 310 Stellplätzen und einem offenen Parkdeck über dem Erdgeschoss mit weiteren 130 Stellplätzen. An zwei Stellen soll eine direkte Anbindung an die 1a gelegene Kaßstraße geschaffen werden. Wo das sein könnte, ließ Diks offen.
Vor zwei, drei Monaten sei der Kontakt zur ITG entstanden, sagte Diks. Er betonte, dass noch keine Entscheidung gefallen sei. Die Arkaden könnten aber geeignet sein, die Attraktivität der City deutlich zu verbessern und die in andere Städte abgeflossene Kaufkraft zurückzugewinnen: „Das kann ein interessanter neuer Magnet für die gesamte Innenstadt sein.“ Er würde sich wünschen, wenn sich inhabergeführte Geschäfte aus Emmerich in den Arkaden wiederfänden, so Diks.
Gerhard Gertsen (CDU) sagte, das Projekt habe eine Größenordnung, bei der es gut sei, wenn jemand von außen drüber guckt: „Das Ganze ist mit Chancen und Risiken verbunden.“
André Spiertz (BGE) sprach von einer seriösen Präsentation, die alle nachvollziehen konnten. ITG bliebe Eigentümer des Objektes und sei keine „Heuschrecke“.
Rolf Diekman (SPD) war ebenfalls beeindruckt: „Das ist schon gewaltig vom Volumen her, was da auf uns zukommen könnte. Das kann ein zweistelliger Millionenbetrag sein.“
Christoph Kukulies (FDP): „Beides sind seriöse Untersuchungen.“ Dass sie Geld verdienen wollten, sei legitim: „Emmerich würde als Tourismusstandort attraktiver.“
Ute Sickelmann (Grüne) sagte u.a.: „Hier sind Wunschbilder bedient worden.“ Sie warnte auch: „Eine Fehlplanung dürfen wir uns nicht mehr leisten. Ich hoffe, dass das Gutachten fachlich fundiert ist.“
10:12
Sorry, wofür noch ein Gutachten!!??? Steht doch jetzt schon fest, wer den Zuschlag erhält. Unser OBM Welmans:-)) Wird nun wieder unnötig Geld verschleudert!!!
17:56
Hat die WAZ da nicht eine Stimme/Partei vergessen?
Was sagt denn die Linkspartei zu der Entwicklung?
Hat man Angst vor einer Stellungnahme oder war man garnicht vertreten ?
15:55
Hoffentlich wird es nicht auch ein totgeborenes Kind wie das Rheincenter. „Medi Max“ ist nicht schlecht belebt den Konkurrenzkampf