Coole Musik im „Kuhstall“

Rainer Isert (li.) und Egon Schottek im technisch top ausgestatteten neuen Clubraum. Die Kneipennacht am 12. Juni findet übrigens auch hier statt.
Rainer Isert (li.) und Egon Schottek im technisch top ausgestatteten neuen Clubraum. Die Kneipennacht am 12. Juni findet übrigens auch hier statt.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Musikfreunde Rees haben jetzt an der Empeler Straße 85 ihren eigenen Räume. Im Buena Ressa Music Club geht ab Donnerstag, 14. Mai, die Post ab

Rees..  Das Schlagzeug ist aufgebaut, Hocker stehen bereit, im Sanitärbereich muss noch gefliest werden, dem Boden vor der Bühne fehlt noch der Anstrich mit Betonfarbe: „Wir liegen gut in der Zeit“, freut sich Musiker Egon Schottek. Am kommenden Donnerstag, dem 14. Mai ab 11 Uhr ist es dann soweit. Der Buena Ressa Music Club an der Empeler Straße 85 öffnet dann erstmals seine Pforten.

Damit endet eine mehrjährige Zeit, in der im Yesterday ziemlich regelmäßig Bands auftraten. „Nachdem anfangs nur wenige Leute kamen, wurde es später immer voller. Und zu eng“, sagt Egon Schottek, der schon die Musikabende im Yesterday organisiert hatte. Damals, 2012, war die Geburtsstunde der Musikfreunde Rees.

Und deren Spaß an Musik hat immer mehr Menschen in ihren Bann gezogen. „Deshalb brauchten wir dringend einen eigenen Clubraum“, erzählt der 60-jährige Musiker, heute Frontmann der Gruppe Shiny Heads, die auch nächste Woche am Tag der offenen Tür spielen wird.

Workshops sind möglich

Ressa, der Name des mittelalterlichen Rees, in Verbindung mit „good celebrated and handmade Music“, stehe für die künftig im Clubraum live dargebotene Musik, sagen die sieben Männer von den Musikfreunden Rees, die jetzt den Buena Ressa Music Club auch als (Förder)Verein gründen.

Gründungsmitglieder sind Egon und Sohn Tim Schottek, Rainer Isert, Jan Leppink, Rainer Dahmen, Ulli Flür und Klaus-Dieter Keusgen. „Spaß an der Musik“, so wie es in der Präambel der Musikfreunde verankert ist, solle auch im Club im Vordergrund stehen.

Jam Sessions und Bandauftritte, so Schottek, seien künftig immer freitags und samstags möglich, zudem könnten Bands den technisch gut ausgestatteten Clubraum für Proben nutzen. Ulli Flür wird den Raum nach dem Umzug aus der jetzigen Bleibe in der Nachbarschaft zudem für seine Drumschule nutzen, Rainer Dahmen für Gitarren- und Bass-Unterricht. Möglich sein sollen auch Workshops.

Wichtig ist den sieben Gründungsmitgliedern, dass der alte Charakter des gut 130 Quadratmeter großen Clubraumes erhalten bleibt. „Der war früher mal Kuhstall“, weiß Rainer Isert, was man an Bögen und Pfeilern aus Beton noch erahnen kann. Genutzt wurde die Räumlichkeit unter anderem als Bastel- und Trödelladen.

Jugend soll gefördert werden

Wichtig sei, künftig verstärkt regionale Bands, von denen es rund 25 im Umkreis von 50 Kilometern gebe, in der neuen Stätte zu fördern, sagt Egon Schottek. Probleme wegen des Lärms wird es in der neuen Bleibe nicht geben, weil sie sich im Gewerbegebiet befinde.

Bands, aber auch das Tonstudio Keusgen in Haldern, sollen den Clubraum, der immerhin 80 Besuchern Platz bietet, künftig bei Interesse mieten können.