Chlorgas gibt Rätsel auf
23.07.2008 | 19:17 Uhr 2008-07-23T19:17:01+0200ELTEN. Zum Unglückszeitpunkt am Dienstagabend gab es keine Badegäste, und in der Kleinschwimmhalle wären sie zwar ohnehin nicht in Gefahr gewesen. ...
... Die Schwimmaufsicht und ihr Mitarbeiter aber, die im Keller der Badeanstalt Chlorgas eingeatmet hatten, blieben bis gestern Nachmittag zu Untersuchungen im Willibrord-Spital Emmerich. Die Ärzte gaben Entwarnung.
Um 17.57 Uhr hatte die Leitstelle die Löschzüge Emmerich und Elten am Mittwoch in Bewegung gesetzt: Chlorgas-Alarm. Das Chlor, das zur Desinfektion ins Badewasser gepumpt wird, kann die Atemwege und die Haut verätzen. Im Keller der Schwimmhalle hatte es den städtischen Mitarbeiter in Atemnot versetzt. Er verständigte die Schwimmaufsicht, die die Feuerwehr.
Wie das Gas im Gebäude der Luitgardisschule austreten konnte, "ist uns allen noch ein Rätsel", sagte gestern Theo Berntsen, Vorsitzender des Vereins 't Eltense Bürgerbad. Heute will er mit den Männern sprechen, die bis gestern Nachmittag im Krankenhaus beo-bachtet wurden. Stadtbrandinspektor Thomas Derksen vermutet, dass der Mitarbeiter das Gas umfüllen wollte und es versehentlich in einen Behälter geschüttet hat, in dem "pH minus" aufbewahrt worden war.
Nur geringste Chlorgas-Konzentration
Damit wird der pH-Wert des Wassers gesenkt. "Wenn die Substanzen unverdünnt miteinander reagieren", so Derksen, "entsteht Salzsäure". Dieses Gemisch atmete auch die Schwimmaufsicht ein. Beide Männer wurden ins Krankenhaus gebracht - vorsichtshalber. Denn selbst im Keller konnten die in Schutzanzügen angetretenen Feuerwehrleute das Gas nur in geringster Konzentration nachweisen.
Um 19.44 Uhr rückten die 35 Einsatzkräfte wieder ab.
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