Chemie-Unfall am Bahnhof Emmerich - Zugverkehr stand still

Emmerich Bahnhof Unfall
Emmerich Bahnhof Unfall
Wegen eines Chemieunfalls ist der Bahnhof Emmerich am Dienstagabend gesperrt worden. Die Lokführerin eines Güterzugs hatte während der Fahrt bemerkt, dass aus einem Kesselwagen die entzündliche Flüssigkeit Styren ausgetreten war. Feuerwehr und Polizei sperrten den Bahnhof, bis am späten Abend die Entwarnung kam.

Emmerich.. Dramatische Szenen ereigneten sich Dienstagabend am Emmericher Bahnhof: Gegen 19.27 Uhr hatte die Lokführerin eines Güterzuges während der Fahrt festgestellt, dass ein Kesselwagen ihres Zuges die entzündliche Flüssigkeit Styren (Styrol) verlor. Sie stoppte den Zug am Emmericher Bahnhof. Die Chemikalie ist entzündlich und gesundheitsgefährdend.

Die Lokführerin wurde mit leichten Beschwerden in ein Krankenhaus eingeliefert, während Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr den Bereich weiträumig absperrten. Niemand durfte den Bahnhof betreten, der Zugverkehr war lahmgelegt, Rettungssanitäter standen für den schlimmsten Fall bereit. Feuerwehrleute in Schutzanzügen versuchten, den Stoff zu sichern. Nach ersten Messungen kam dann am späten Abend die Entwarnung. Am betroffenen Kesselwagen war kein weiteres Styren ausgetreten. Die Feuerwehr vermutete, dass eine geringe Menge der Chemikalie durch ein Überdruckventil entwichen war.

[kein Linktext vorhanden] Der Güterzug der Rurtalbahn befand sich auf dem Weg von Rotterdam ins sächsische Guben und zog insgesamt 31 Wagen. Der havarierte Anhänger befand sich an 19. Stelle im Zug. Während der Sicherungsarbeiten blieb der Emmericher Bahnhof gesperrt, die Sperrung wurde gegen 22.40 Uhr aufgehoben. Insgesamt waren über 100 Kräfte der Feuerwehr und Polizei im Einsatz. Bürgermeister Johannes Diks lobte die reibungslose Arbeit der Rettungskräfte.

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