CDU-Mitte: Gricksch beerbt Gorgs

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Emmerich..  Der CDU-Ortsverband Emmerich-Stadtmitte hat einen neuen Vorsitzenden: Bert Gricksch. Der 58-Jährige wurde auf der Mitgliederversammlung einstimmig zum neuen Vordermann gewählt. Nach sieben Jahren hatte Hans-Jürgen Gorgs (64) aus persönlichen Gründen nicht wieder kandidiert, arbeitet im Vorstand aber weiter mit und wurde zu einem der drei stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. „Es gab keine Dissonanzen, alles ging friedlich ab, es gab keine Kampfabstimmung“, sagte CDU-Stadtverbandschef Markus Elbers. Die beiden anderen Vize sind Fraktionschef Gerhard Gertsen und Tim Krebber. Neue Beisitzerin ist Nerina Keles, die auch dem Integrationsrat angehört. Der Ortsverband Mitte stellt allein die Hälfte der ca. 300 CDU-Mitglieder in Emmerich. Die meisten Wahlbezirke (8 von 16) liegen in der City (inklusive Speelberg und Leegmeer).

Bert Gricksch groß vorzustellen, hieße Eulen nach Athen tragen. Er ist seit 2002 Direktor der Borussia-Schützen, Kommandant der Stadtgarde und Mitglied im Verein Societät und Bürgerverein. Er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und einen Enkel, Lorena (10). Von Beruf ist Gricksch Leiter der Kriminalpolizei im Kreis Kleve.

Seit zehn Jahren ist er CDU-Mitglied. Bei seiner Bereitschaft, sich politisch zu engagieren, dürfte sein gutes Verhältnis zu Elbers eine Rolle gespielt haben: „Ich will’s einfach mal versuchen.“ Elbers, Gertsen und Gricksch gaben die Personalien bei einer Pressekonferenz gestern Nachmittag im Lokal „Onder de Poort“ bekannt, wo Gricksch groß geworden ist: „Mir liegt Emmerich wirklich am Herzen. Ich war viele Jahre weg, aber das war immer meine Heimatstadt. Da kann ich nicht einfach die Hände in den Schoß legen und sagen: Lass das mal andere machen.“

Der neue Vorsitzende hat schon einige konkrete Dinge im Kopf, um dem Ortsverband Mitte neuen Schwung zu geben. „Ich bin dabei, Ideen aufzusaugen.“ Einiges ist dabei schon in trockenen Tüchern. So bietet der Ortsverband am 22. August eine Busfahrt nach Bad Münstereifel zum City Outlet an. „Wir wollen uns vor Ort informieren, weil wir das für eine gute Idee halten.“ Zum Vorbild nehmen möchte er sich die Parteifreunde in Hüthum, z.B. bei den Ortsbegehungen zu neuralgischen Punkten: „Im August soll’s beginnen.“

Es könnte durchaus sein, dass Grickschs Polit-Karriere länger dauert. 2019 wird er pensioniert: „Ich kann mir nicht vorstellen, mich mit 62 aufs Altenteil zu setzen.“

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