CDU in Elten als „abschreckendes Beispiel“

BGE-Chef Gerd Bartels schießt satirisch gegen die CDU.
BGE-Chef Gerd Bartels schießt satirisch gegen die CDU.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der BGE-Chef macht’s gerne mal mit bissigem Humor. Diesmal hat er satirisch auf die Ereignisse im Ortsausschuss Elten und in den Medien danach reagiert.

Elten..  Dass Gerd Bartels (BGE) manchmal eine satirische Neigung pflegt, ist bekannt. Hier seine Meinung über den Orstausschuss Elten: „Meine Großmutter pflegte immer zu sagen: ‘Jeder ist zu etwas nutze’. Und sei es nur um ein schlechtes Beispiel abzugeben. Zum Beispiel zum Thema Ortsausschuss (OA) Elten! Hier legen die Kollegen-Ausschussmitglieder der CDU Lehrbuchmässig Beweis dafür ab, wie Basis-Demokratie nicht (!) geht.

Hier die taktische Vorgehensweise nochmal zum Nachlesen. Schritt 1: CDU ist gegen einen OA! Gutes Recht eines politsch anders Denkenden.

Schritt 2: Wir agitieren gegen die Abschaffung des Ortsvorstehers.

Schritt 3: Wir mobilisieren die Bürger (alle oder gegebenenfalls nur die CDU-affinen Bürger?) Unterschriftslisten pro Ortsvorsteher auszufüllen und verkaufen das dann am Ende als ‘Volkes-Willen’.

Schritt 4: In der dann folgenden Abstimmung im Rat wird mit allen Tricks und Winkelzügen versucht, das Schlimmste zu verhindern. Der OA wird als ‘Vorhof zur Hölle’ dargestellt und bei Umsetzung des OA droht laut CDU vermeintlich das Ende der Demokratie.

Schritt 5: Der OA konnte aber letztlich von der CDU nicht verhindert werden. Jetzt übt man sich darin den OA möglichst lange nicht ans Arbeiten zu bekommen, indem man alle ausgestreckten Hände brüsk zurückweist. Selbst die Aussicht auf den Ausschussvorsitz durch Albert Jansen wird abgelehnt. Klar, denn ein solch schönes kleines ‘Herzogtum’ wie Elten, gibt man nicht so gerne auf und die Aussicht nicht mehr „zum Ortsadel“ zu gehören ist auch nicht gerade förderlich. Und so sitzt er immer noch im Schmollwinkel und konnte nur mit dem Vorsitz des Sparkassenverwaltungsrates getröstet werden.

Schritt 6: Jetzt bemühen wir erst einmal die ‘Kostenfalle’ und rechnen uns mit Hilfe der Verwaltung arm. Ach, was das alles kostet! Der OA als Haushaltskiller!

Schritt 7: Hat alles nichts genutzt. Was bleibt ist Ausschussarbeit mit ‘angezogener Handbremse’, um so allen vor Augen zu führen, wie falsch doch diese Entscheidung pro OA war.

Schritt 8: Mist, auch durch den Fuß auf der Bremse lassen sich die anderen nicht entmutigen und arbeiten einfach weiter. Neuer Plan: Weil ja gar nicht soviel Zuhörer zu den Sitzungen kommen, könnte man doch besser alles gleich wieder nach Emmerich zurückverlegen und könnte die Sitzungen dort stattfinden lassen? Selbst zu Ratssitzungen in Emmerich kommen in der Regel selten mehr als fünf Besucher, in Elten waren es bei der letzten Sitzung nach meiner Erinnerung elf Besucher.

Schritt 9 und damit vorläufig letzter Schritt: Wegen angeblich „unsinniger“ Anträge aus einem anderen politischen Lager, sieht sich Mitglied Assmann als „der Vordenker“ und qualifiziert schon mal großzügig die Anträge der Kollegen als „banal“ und „nicht diskussionswürdig“. Gleichzeitig setzt er auch die Qualitätsnormen eines OA neu fest, indem er in unermesslichem Ratsschluss anmerkt: „In Anbetracht der Qualität der Anträge, war diese Sitzung überflüssig.“ Ende des Zitats!

Und so stelle ich mit nunmehr ernsthaft die Frage: „Was kann man aus der Verhaltensweise der Eltener CDU-OA-Mitglieder eigentlich lernen? Antwort: Oma hat es ja bereits gesagt, „Jeder ist zu etwas nutze“. Bei der Eltener CDU hat es diesmal leider nur zum abschreckenden Beispiel gereicht!