Buchenkrone muss entfernt werden, Stamm bleibt stehen

Rees..  Bei den regelmäßig wiederkehrenden Untersuchungen der Bäume im Stadtgebiet wurde jetzt festgestellt, dass die alte Buche am Ehrenmal in Bienen in einer Höhe von etwa sieben Metern eine erhebliche Morschung aufweist. Am Donnerstag, 21. Mai, wird Andreas Böing allen interessierten Bürgern die Situation und die weitere Vorgehensweise persönlich erläutern. Dazu treffen sich alle Interessenten um 17 Uhr am Ehrenmal am Kirchweg.

„Der Baum macht äußerlich zwar einen gesunden Eindruck, im Bereich der Morschung ist der Stamm aber hohl. Dort ist im Wesentlichen nur noch die Rinde vorhanden“, erläutert Andreas Böing, Gärtnermeister und Leiter des Reeser Bauhofbetriebs. „Durch die Morschung ist unterhalb der Baumkrone praktisch eine „Sollbruchstelle“ entstanden, an der der Baum bei stärkerer Windlast umknicken wird.“ Da die Standsicherheit also nicht mehr gewährleistet ist, muss die Stadt jetzt handeln.

Erschwert wird die ganze Situation dadurch, dass es sich bei der Buche um einen Höhlenbaum handelt, der Lebensraum zahlreicher Vögel und Kleinstlebewesen ist. Aus diesem Grunde muss der Stamm erhalten bleiben. Dies wurde auch durch zwei Gutachter, die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Kleve sowie das Naturschutzzentrum im Kreis Kleve bestätigt. Das bedeutet, dass der Baum unterhalb der Baumkrone gefällt wird und der Stamm zunächst stehen bleibt.

„Da ein Baum ohne Laub und Krone jedoch nicht lebensfähig ist, wird die Buche in absehbarer Zeit absterben. Solange bleibt dieses Kleinstbiotop jedoch erhalten“, informiert Böing. Auch der verbleibende Baumstamm wird weiterhin jährlich auf seine Standsicherheit überprüft. Um aber den Charakter des Ehrenmals jedoch weiterhin zu erhalten, wird bereits im Herbst eine neue Buche gepflanzt.