Briten sendeten aus Heeren-Herken

Foto: NRZ

Heeren-Herken..  Volker Schürmann steht noch voll unter dem Eindruck der Ereignisse vom vergangenen Wochenende. Wie berichtet wurde auf der Wiese von Landwirt Wilhelm Verbücheln ein Gedenkstein für die sieben Besatzungsmitglieder der am 17. Mai 1943 abgestürzte Lancastermaschine enthüllt.

Die Gedenkfeier auf dem kleinen Hain in Heeren-Herken stieß insbesondere in englischen Medien auf große Resonanz. Aber auch in Haldern erinnern die niedergelegten Kränze an den denkwürdigen Tag, der als wichtiger Beitrag zur Völkerverständigung verstanden werden sollte. Immerhin waren über 200 Gäste, insbesondere aus England, Kanada und Australien, angereist.

So wurde am vergangenen Sonntag durch Carol Marner, der Nichte des verstorbenen Navigators Philip Burgess, ein kleiner schwarz-rot-goldener Blumenstrauß am „Heiligenhäuschen“ für die Gefallenen auf deutscher Seite niedergelegt. „Eine kleine, aber ehrwürdige Geste“, zeigt sich Volker Schürmann gerührt. Erst durch seine historische Recherche war die Initiative ins Leben gerufen und vom Halderner Heimatverein organisiert worden.

Besonders gefreut hat sich Volker Schürmann über die Teilnahme von Angehörigen der Royal Air Force und Royal Canadian Force vom Paulsberg in Uedem. Auf der englischen Internetseite www. dambustersblog.com wird eine ausführliche Reportage über die Veranstaltung in Haldern gezeigt. Zudem wurde Volker Schürmann vom British Forces Broadcasting Service Reporter, Rob Olver, interviewt. Den ausführlichen Fernsehbeitrag kann man sich im Internet ansehen unter http://forces.tv/ 04841006#UC2DvSXkde7ied.01.

Die persönlichen Kontakte mit Angehörigen der gefallenen Besatzungsmitglieder, die einen Bombenangriff auf die Möhnetalsperre fliegen sollten, waren es, die Volker Schürmann besonders beeindruckt haben, der noch nie so oft das an ihn gerichtete Wort „Thank you – Dankeschön“ gehört hat, wie an diesem Tag.

Die meisten Besucher kannte Schürmann, der von Beruf Polizeibeamter ist, nur von Mails. So suchten viele das Gespräch mit ihm. Insbesondere die Mitglieder des Dambuster Charity Motorcycle Clubs waren begeistert, auch von der Gastfreundschaft, mit der sie am Niederrhein begrüßt und beköstigt wurden. Die Nachbarschaft rund um Bauer Verbücheln hatte ein großes Heimatfest auf die Beine gestellt.

Die Publikation von Volker Schürmann „Start ins Ungewisse“, die der Heimatverein von der Agentur Kanndu hat drucken lassen, ist für fünf Euro bei Kisters in Haldern und beim Heimatverein käuflich zu erwerben.