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Bloß nicht locker lassen

01.12.2010 | 17:03 Uhr
Bloß nicht locker lassen
Foto: Johannes Kruck

Leegmeer. Was Journalisten immer dabei haben, wissen die Viertklässler der Grundschule Leegmeer genau: Mit dem Reporterausweis um dem Hals, sowie Stift und Zettel in der Hand, geht es raus zum Termin.

Eine Baustellenbesichtigung steht an. Und zwar nicht irgendeine. Um sich mit Architekten und Vertretern der Stadtverwaltung zu treffen, müssen die rund 60 Schüler nur kurz den eigenen Schulhof passieren. Denn heute wollen die kleinen Nachwuchsreporter, die am medienpädagogischen Projekt ZeusKids der NRZ teilnehmen, den Neubau ihrer Turnhalle einmal genauer unter die Lupe nehmen. Eine Vorort-Recherche quasi, die in einem Zeitungsartikel münden soll.

Eifrig werden
Notizen gemacht

Gespannt passieren die Schüler den Bauzaun. Erstmals dürfen sie zusammen mit Architekt Stefan Driesen ihre neue Turnhalle von innen sehen. Gebannt verfolgen die Reporter, was der Architekt zu erzählen hat. Zum Beispiel, dass noch ein schwingender Boden in die künftige Turnhalle kommen wird oder dass die Heizkörper unter der Decke angebracht sind. Informationen, die sich Emilio fleißig auf seinem Block notiert. Schließlich will er doch einen spannenden Artikel schreiben. Vor allem eine Nachricht führt bei den Schülern, pardon Reportern, zu kleinen Jubelschreien. Endlich wird es getrennte Duschen für Jungen und Mädchen geben!

Der Neubau der Turnhalle war dann auch das Hauptthema eines Interviews, das die Schüler der 4c von Lehrerin Anne Dammer mit einem Vertreter der Stadt, Ralf Ziegler, führten. Zahlreichen Fragen musste er sich stellen. So wollten die Schüler wissen, wie lange der Bau noch dauern wird – „bis zu den Osterferien“ – und wie teuer das Ganze überhaupt war – „rund 1,3 Millionen Euro“, wie Ziegler erklärte.

Janus (9) wollte wissen, wer entschieden hat, dass die neue Turnhalle gebaut wird. Eine spannende Frage, die Ziegler erst nicht zu seiner Zufriedenheit beantwortete. Doch Janus ließ nicht locker. Fragte abermals nach und bekam schlussendlich eine zufriedenstellende Antwort, die sicher auch in seinen Artikel einfließen wird.

Eben so wird ihm auch eine wichtige Lektion in Erinnerung bleiben. Nämlich dass Journalisten nicht locker lassen.

Sarah Eul



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Frage der Woche

Quo vadis Embrica? Die CDU-Fraktion beantragt einen Masterplan für die Innenstadt. Ein Gutachter soll damit beauftragt werden, die City mal richtig auf den Kopf zu stellen und alles auszuloten, was möglich ist. Welche Potenziale hat Emmerich? Das Ergebnis soll als Basis für politische Entscheidungen über Jahre dienen. Zugleich mehren sich aber auch die Stimmen, die sagen: Emmerich braucht keinen Masterplan.

Die Frage: Ist ein Masterplan für die City sinnvoll?

So haben unsere Leser abgestimmt

Ja, die Innenstadtplanung muss mal aus einem Guss kommen.
22%
Ja, die Gesellschaft ist im Wandel, die Stadtplanung muss sich anpassen.
14%
Ja, die Verwaltung wäre mit dieser Aufgabe überfordert.
3%
Masterplan hier, Arbeitskreis da. Es wird zu viel diskutiert und zu wenig gehandelt.
25%
Nein, die Ergebnisse werden eh nicht konsequent umgesetzt.
9%
Nein, die Gutachter kosten nur viel Geld. Die Erkenntnisse sollen sich Politik und Verwaltung selbst erarbeiten.
27%
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