Bitte ohne Beton!

Eltenberg – Ayers Rock des Grenzlandes. Die Verantwortlichen in Montferland und in Emmerich denken über ein förderungswürdiges Tourismuskonzept rund um den Eltenberg nach. Ich fühle mit vielen anderen, dass es höchste Zeit wird, dieses Naturmonument mehr in den Focus zu rücken. Als wichtiger Bestandteil der „Gelderse Poort“ ist der Berg es allemal wert, rundum geschützt und für den Tourismus noch attraktiver gemacht zu werden.

Man wird es sicher nicht schaffen, einen derartig großen Bekanntheitsgrad zu erreichen, wie es beim Vergleich mit dem „Ayers Rock“ in Australien angedeutet wird. Aber ein wenig mehr kann es schon sein.

Das schafft man garantiert nicht, wenn man an den Plänen festhält, Teile des Eltenberges zum Bau einer Straße im Zuge der Betuwelinie abzugraben und mit einer riesigen Betonwand abzustützen. Ich bin mir ganz sicher, dass die Verantwortlichen für das Touristikkonzept am „Ayers Rock“ in Australien niemals auf die Idee kämen, eine solche „Landmarke“ zu verunstalten mit dem Bau einer Eisenbahn oder Straße genau dort, wo die Touristen eben mal keine von Menschen geschaffene Bauwerke sehen wollen.

Der von Emmerich bereits angedachte und auf den Weg gebrachte „Masterplan Hochelten“ wäre ja ein Schritt in die richtige Richtung. Dass die Verwaltung das Abgraben des Eltenberges dabei ausgeklammert hat, ist ein Fehler. Niemand würde es nachvollziehen, weshalb der angenagte Berg nichts mit dem Konzept „Masterplan Hochelten“ zu tun haben soll. Schließlich liegt Hochelten genau auf eben diesem Berg.

Die niederländischen Partner werden wohl im Zusammenhang mit der Schaffung dieses Landschaftsparks wenig Verständnis für das teilweise Wegbaggern des Berges aufbringen. Kulturraum Hochelten – Bergherbos ja, aber bitte ohne Betonwände im großen Stil.

Rüdiger Helmich, Emmerich