Birnbacher lehnt Verquickung unterschiedlicher Themen ab

Rees..  Nun erteilte auch Verena Birnbacher, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Unterer Niederrhein, Hartmut Schall eine Abfuhr. Sie werde dem Treffen fern bleiben, ließ sie ihn wissen. Schall hatte erneut eingeladen, um zu beraten, wie man sich für mehr Sicherheit auf der L7 (früher B 8) stark machen kann.

„Ich bin beim ersten Mal Ihrer Einladung gefolgt, da ich davon ausgegangen war, dass sachlich über eine mögliche Beseitigung einer Unfallstelle geredet werden sollte“, so Birnbacher. Da auch Mitarbeiter der Lebenshilfe die Kreuzung täglich passierten, sei sie an Informationen hierzu interessiert gewesen. „Sachlich habe ich das Treffen allerdings nicht empfunden ...“, schreibt sie.

Und weiter: „Wenn Sie nun allerdings auch noch das Thema ‘Flüchtlingsunterkunft’ mit aufnehmen wollen und mich erneut einladen, muss ich nun doch reagieren und mich mit aller Deutlichkeit von Ihrem Ansinnen distanzieren!“

Sie wolle, schreibt sie, auf keinen Fall an einer Veranstaltung teilnehmen, die so viele Themen miteinander vermische und dann auch noch ein solch sensibles Thema wie das der Flüchtlingsunterkunft in Rees. „Ich bin persönlich in der Flüchtlingshilfe in Hamminkeln engagiert und sehe das Elend der Menschen, die dringend eine Unterkunft benötigen.“ Ob die Klinik Horizont dafür ein geeigneter Standort ist, könne sie nicht beurteilen. Dies müsse die Stadt Rees prüfen. „Ich bin sicher, dass die Stadtverwaltung dies verantwortungsvoll tun wird.“

„Dass wir auch in unseren Gegenden mehr für Flüchtlinge tun müssen steht für mich, auch angesichts unserer geschichtlichen Verantwortung allerdings außer Frage.“