Birgit Bremer mimt die Emmericher Hexe

Tourismuschefin Dr. Manon Loock-Braun mit den Gästeführern Fritz Köpp, Birgit Bremer (neu im Team) und Monika Wirtz (v.l.).
Tourismuschefin Dr. Manon Loock-Braun mit den Gästeführern Fritz Köpp, Birgit Bremer (neu im Team) und Monika Wirtz (v.l.).
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Neue Gästeführerin steigt ein. Das Infocenter Emmerich bietet über 30 offene Kostüm- und Themenführungen sowie buchbare Stadtführungen.

Emmerich..  Eine Hexe, gesteht Dr. Manon Look-Braun, die hat sie sich für Emmerich schon lange gewünscht. Denn Emmerichs Tourismuschefin hat schon länger mit dem Gedanken gespielt, eine Hexenführung anzubieten. Jetzt hat Emmerich seine „Hexe“. Birgit Bremer (52) aus Kalkar ist neu im Team der Gästeführer und mimt die Kräuterfrau, denn das ist es, was die als Hexen verschrienen Frauen eigentlich waren.

Bremer hat jüngst eine intensive Ausbildung zur Kirchenführerin genossen und freut sich nun am 2. Mai erstmals eine Ganztagsführung „Kultur & Köstlichkeiten“ – Kirche inklusive – für eine Gruppe durchzuführen. Die Hexenführung wird derzeit erarbeitet. „Wir erzählen ja keine Geschichtchen, sondern authentisch das, was passiert ist“, erinnert Loock-Braun.

Neue Häubchen für die Gäste

Die Sommersaison hat begonnen. Das Infocenter Emmerich hat insgesamt über 30 Kostüm- und Themenführungen im Plan. Rund 4000 Gäste nehmen im Jahr an den Führungen teil: „Das ist für Emmerich ziemlich viel“, meint Monika Wirtz, die dienstälteste Gästeführerin. Am beliebtesten sind dabei „Liebe, Lust und Leidenschaft“ (nächste offene Führung am 27. September, 15 Uhr) und der Klompengang „Jetzt schlägt’s Dreizehn“ (28. Juni, 15 Uhr), die oft von Gruppen gebucht würden.

Beim Angebot, so Loock-Braun, dürfe Emmerich nie still stehen. Die Organisatoren der Gruppenveranstaltungen stünden unter dem Druck, immer etwas Neues bieten zu wollen. Entsprechend verbessere das ICE immer wieder seine Angebote.

So können die Teilnehmer im Rundgang „Weibergeschwätz“ künftig auch ein historisches Häubchen aufsetzen, was sich gut auf dem Gruppenbild macht. „Wir wurden oft gefragt: ‘Kriegen wir kein Hütchen?’“, verrät Wirtz. Kollegin Beate Lechtleitner, die auch die Kostüme näht, hat nun 25 solcher Häubchen erstellt.

Die nächsten Führungen sind: „Von Adelsdamen und Butternacht“, die nicht am 3., sondern jetzt am Sonntag 10. Mai, 15 Uhr, in Hochelten startet – mit Gästeführer Fritz Köpp. Schon am Samstag, 9. Mai, 14.30 Uhr, steht die Führung durch die Niederrhein Destille Dornick an (Anmeldung erforderlich). Auch an Muttertag, 10. Mai, heißt es „Ach, wie schön ist ein Kaffeeklatsch“ um 14 Uhr (Anmeldung erforderlich).

Infos zu allen Führungen gibt’s unter 02822/931040.

Stadtführerin Monika Wirtz hat für die Blindenführung zehn Modelle aus Emmerich aus Sperrholz geschnitzt. So kann ein Blinder etwa die Rheinbrücke ertasten. Oder auch den Unterschied zwischen Aldegundis- und Martini-Kirchturm fühlen.