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Bienenfleißig und selbstkritisch

25.02.2008 | 18:54 Uhr

POLITIK. Eltener CDU zog eine Zwischenbilanz: Was haben wir versprochen und was erreicht? Vom Barfußweg bis zur Betuweroute.

ELTEN. Die Eltener bekommen in diesen Tagen Post. In einem Flyer stellt die CDU gegenüber, was sie vor der Kommunalwahl 2004 versprochen und was sie seitdem erreicht hat. "Die Zwischenbilanz kann sich sehen lassen", meinte Ortsverbandsvorsitzender Werner Spiegelhoff, der mit den Vorstandsmitgliedern Birgit Sloot, Siegfried Assmann und Horst Derksen vor die Presse ging.

"Ein Großteil ist uns gelungen, anderes lässt noch auf sich warten", sagte Spiegelhoff. Unter die Rubrik "Erfolge" verbuchen die fleißigen Christdemokraten - ihr Symbol auf dem Flyer ist eine Biene - die Realisierung des vom TV Elten betriebenen Barfußweges in Elten (Saisoneröffnung ist am 22. März), die Sanierung des Alten Marktes, die Beleuchtung der Freiheit, der Lindenallee und anderer dunkler Ecken.

Anderes wird fortgeführt oder ist in Planung, z.B. die Pflege der Grünanlagen. Dazu hält die CDU einen engen Draht zum VV Elten und zu den Kommunalbetrieben. Da die Stadt mangels Geld den Pflegeaufwand nicht mehr in Gänze bewerkstelligen kann, sollen die Patenschaften ausgeweitet werden. Doch viele Anwohner winken hier offenbar dankend ab wegen des überhand nehmenden Hundedrecks, weiß Spiegelhoff.

Die Erweiterung des Trimmplatzes auf dem Eltenberg schreitet voran, wie Siegfried Assmann zu berichten wusste. Der üppige Parkstreifen wird verkleinert und auf diese Weise der Trimmplatz um annähernd 600 Quadratmeter für Boulebahn und Beachvolleyball erweitert. "Das soll in diesem Jahr passieren", schätzt Assmann; auch das Theodor-Brauer-Haus packt mit an.

Zu schaffen machen dem Wald nach wie vor die kreuz und quer fahrenden Mountainbiker. Die meisten kommen aus den Niederlanden und sind in Clubs organisiert. Diese Clubs will CDU-Vorstandsmitglied Hendrik Stolk - Niederländer und Robustradfahrer - aufsuchen und appellieren, nur die befes-tigten Wege am Berg zu benutzen und das kleine Wäldchen zu schonen. Goodwill - mehr ist nicht drin, eine rechtliche Handhabe gibt's nicht. Anders im Nachbarland. Dort haben allein im Montferland sechs "Boswachter" (Förster) ein Auge auf ihren Wald. Birgit Sloot regte eine grenzüberschreitende Vignette an. Mit den Einnahmen könnte man die Waldschäden reparieren.

"Dauerbrenner" bleiben die ungelöste Verkehrsproblematik durch Raser und zunehmende Lkw-Frachten aus den Niederlanden sowie Lärmschutz und die Beseitigung von Bahnübergängen ("Betuwe").Die Zwischenbilanz war eine gute Idee der CDU Elten. Erfolge wurden genannt - na klar! - aber auch, was (noch) nicht erreicht wurde. Eine gute, eine ehrliche Bilanz. (nk)

NORBERT KOHNEN

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