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Bibelwoche fast so beliebt wie Haldern Pop

11.10.2012 | 22:00 Uhr
Bibelwoche fast so beliebt wie Haldern Pop
Im evangelischen Jugendheim Halder bastelte Rico (9) an seiner Puppe "Frau Malig". Diese Puppe weiß noch nicht so recht ob vielMalig, einMalig oder keinMalig ist.Foto: Marc Albers

Haldern.   Fünf Tage lang haben sich über 120 Kinder aus Haldern morgens in der Kirche zur ökumenischen Kinderbibelwoche getroffen

Es soll Kinder geben, die richtig sauer werden, wenn die Eltern über das Haldern Pop Festival verreisen. Dass Halderner Kinder maßlos enttäuscht sind, wenn sie einen Tag der Kinderbibelwoche verpassen, dann ist das schon bemerkenswert.

Zwischen 117 und 124 Kinder sind in dieser Woche täglich zur Andacht in die evangelische Kirche gekommen. Hier haben sie der evangelische Pastor Hans-Gerd Spörkel und die katholische Pastoralreferentin Barbara Bohnen mit Geschichten aus der Bibel vertraut gemacht. Gestern ging es um die Schöpfungsgeschichte. In der Nachbereitung der Andacht waren die Organisatoren erstaunt, wie viel die Kinder behalten hatten.

Im Mittelpunkt der Kinderbibelwoche steht Frau Malig, eine Handpuppe, die von Gudrun Klinkhammer geführt und von Ulla Nienhaus gesprochen wird. Trotz aller Zweifel wird Frau Malig am letzten Tag der Bibelwoche die Erkenntnis gewinnen, dass sie einmalig ist. Wie all die Frau Malig-Puppen, die die Kind kreiert haben.

In sieben Gruppen wurden die Teilnehmer eingeteilt. Besondere Mühe machten sich die Betreuer mit dem Frühstück. Immerhin wurden in dieser Woche über 1000 Brötchen verspeist. Für das Frühstück hatten sich die Helfershelfer wie echtes Servicepersonal gewandet. „Mit weißen Blusen und Servietten traten sie auf und haben sich für jedes Frühstück etwas einfallen lassen. So gab es in den Räumen der Ogata Mohrenköpfe, Obst und Gemüse. Die Kinder fühlten sich sichtbar wertgeschätzt“, hat Pastor Spörkel beobachtet, der sich freut, dass so viele Jugendliche eine Woche ihrer Schulferien opfern, um die Kinderbibelwoche zu gestalten. Denn es war auch viel Vorarbeit gefordert. So mussten die Rohlinge für die Puppe Frau Malig bastelbereit fertiggestellt werden.

Die neunjährige Miriam Dünck-Kerst ist zum ersten Mal dabei und hat rote Wollhaare und ein weißes Kleid für Frau Malig ausgewählt. „Wir sind sehr dankbar, dass uns die Emmericher Firma Gimborn 150 Blechdosen zur Verfügung gestellt hat“, freut sich Spörkel, dessen fünfjähriger Sohn jüngster Teilnehmer ist.

Heute um 18 Uhr endet die Kinderbibelwoche in der katholischen Kirche, wo jedes Kind die Einzigartigkeit seiner Frau Malig unter Beweis stellen kann. In der Kollekte wird für die Unkosten der vergangenen fünf Tage gesammelt. Und was die Kinder mit nach Hause nehmen sollen? Die Erfahrung, dass sie mit Kirche und Bibel ein positives Grundempfinden verbindet und die Gemeinschaft mit anderen Kindern in verschiedensten Bereichen genossen haben.

Von Elisabeth Hanf



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