Betrunken am Ruder: vier Verletzte nach Schlauchboot-Unfall

Laut Wasserschutzpolizei hatte das Schlauchboot den Yachthafen mit überhöhter Geschwindigkeit verlassen.
Laut Wasserschutzpolizei hatte das Schlauchboot den Yachthafen mit überhöhter Geschwindigkeit verlassen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Schwerer Unfall am Emmericher Yachthafen: Ein Schlauchboot kollidierte erst mit herabhängenden Ästen, fuhr dann gegen ein Sportboot und kenterte.

Emmerich.. Mit einem betrunkenen Mann am Ruder ist Freitag kurz vor 19 Uhr ein motorisiertes Schlauchboot gekentert. Alle vier Insassen wurde verletzt, eine Person musste schwer verletzt in eine Düsseldorfer Klinik transportiert werden.

Wie die Wasserschutzpolizei mitteilte, verließ das motorisierte Schlauchboot augenscheinlich mit überhöhter Geschwindigkeit den Hüthumer Yachthafen Richtung in Rhein. Vermutlich aufgrund der Alkoholisierung des 57-jährigen Rudergängers aus Bottrop kollidierte das Boot mit herabhängenden Ästen eines Baumes am Ufer. Dabei wurden alle Insassen zum Teil schwer verletzt.

Anschließend geriet das Schlauchboot außer Kontrolle und stieß mit einem einfahrenden Sportboot zusammen. Dabei fielen die vier Insassen ins Wasser und wurden durch anwesende Zeugen vor Ort gerettet und ärztlich versorgt. Das führerlose Schlauchboot fuhr noch etwa 150 Meter weiter, bevor es an einer Uferböschung stehen blieb.

Blutproben entnommen

Die 56-jährige Bootsführerin blieb wegen der Schwere ihrer Verletzungen stationär im Krankenhaus. Nach staatsanwaltlicher Anordnung wurden dem Rudergänger und der Bootsführerin Blutproben entnommen. Das Schlauchboot wurde sichergestellt. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 10.000 Euro beziffert.

Die Feuerwehr war mit 22 Kräften vor Ort. Auch das Vrasselter Mehrzweckboot und das Löschboot des Löschzuges Stadt wurden eingesetzt. Der Einsatz dauerte bis gegen 20.15 Uhr.