Besondere Stimmung im Sinnesgarten

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Groin..  Das Konzert im Sinnespark der Lebenshilfe in Groin ist schon etwas Besonderes. Es lebt von einer unverwechselbaren Atmosphäre gepaart mit einer exzellenten Bandauswahl, die auch in diesem Jahr die Besucher überzeugte und einmal mehr deutlich machte, dass dieses Konzert aus dem Konzept der „Tage der Musik“ nicht mehr wegzudenken ist.

Den Anfang des Abends machte die Gruppe, die im vergangenen Jahr den Bandwettbewerb im Tonstudio Keusgen gewann. „Soul Kiss“, das ist eine junge Band aus Kevelaer, die mit ihrer Sängerin Larissa Deckers eine Musikerin in ihren Reihen hat, die es versteht, die Menschen um sie herum in ihren Bann zu ziehen.

Es ist Musik, die von dem Gefühl der Musiker lebt, die Soul und Funk eine Seele geben und die das Publikum einfach mag. „Die Zuschauer waren direkt da“, bestätigte Deckers nach ihrem Auftritt. „Es ist das erste Mal, dass wir in so einem Park gespielt haben. War aber einfach toll. Die Blumen, der ganze Aufbau bewirkt eine besondere Stimmung.“

Mit den Strahlen der am Horizont sich verabschiedenden Sonne hatte sich schon die zweite Band des Abends bereit gemacht. „The Marlowe Experience“ sind alte Hasen im Musikgeschäft, haben schon 2001 auf dem Haldern Pop Festival gespielt und bieten einfach unwiderstehlichen Alternativ-Rock, den Sänger Ulli Terlinden beherzt und kraftvoll in die untergehende Abendsonne heraus singt.

Mit ihrer ausdrucksstarken Musik bringen sie Bewegung in die Zuschauer, lassen die Köpfe und Füße im Takt tanzen. Und doch, es bleibt eben jene besinnliche und familiäre Grundstimmung erhalten. Es ist eben ein Charakterzug des Konzerts im Park, dass es die Stehplätze direkt vor der Bühne gibt – aber eben auch die Menschen auf den Bänken im Park und auf der Wiese drum herum sitzen und die Musik so auf ihre eigene Art und Weise auf sich wirken lassen. Dass Menschen mit und ohne Behinderung zusammenkommen, in Kontakt treten können, ganz zwanglos und ohne irgendwelche Scheu. Musik verbindet.

Als dritte Band hatten die Organisatoren des Konzerts, das ein Gemeinschaftsprojekt mit den Machern vom Haldern Pop Festivals ist, mit der Kölner Crew Lingby echte Vollblutmusiker mit dem gewissen Etwas auf die Bühne geholt. Sie spielten vor zwei Jahren auf dem Melt!-Festival und haben seit Ende März ihr neues Album „Twist and Turn“ auf dem Markt, das es als LP und digital zu erwerben gibt.

Die Musik ist eine eigenwillige Rock-Pop-Mischung. Mal melancholisch, mal poppig. Auf jeden Fall mit Gefühl und einer kleinen Portion Extravaganz.