Barrenstein spielten gegen die Hitze an

Haldern..  Ein bisschen „Sunshine Reggae“ mit Laid Back wäre an diesem Abend wohl passender gewesen. Nur knapp 40 Besucher – andere Veranstalter wären froh, wenn sie diese hätten – kamen am Donnerstagabend bei abendlichen 30 Grad in die Haldern Pop Bar. Viele entschieden sich für abkühlendere Aktivitäten als einem Rockkonzert zu lauschen.

Melancholie kommt besser an

Dennoch gaben Barrenstein aus Köln Gas. Sie spielten modernen Deutschrock mit klassischer Rezeptur. Gitarre, Bass, Schlagzeug, deftige Riffs, treibend, mit viel Tempo. Den meisten Stücken liegt ein fröhlicher Ton zugrunde. Ein bisschen Punk steckt auch drin. Am beliebtesten beim Publikum waren die Lieder, die melancholische Stimmungen verbreiteten (das ist wohl die Haldern Pop-Konditionierung). Entsprechend war das letzte Lied des Abends, „Neue deutsche Einsamkeit“, mit einem starken Solo garniert, wohl auch der Höhepunkt.

Das junge Trio ist voller Sturm und Drang, hat einige gelungene Tempowechsel im Repertoire. Ansonsten wirken viele Stücke etwas zu gradlinig, ohne Facetten.

Der Gesang ist ok, aber nicht überwältigend. Allerdings gehen die Stimme des Frontmannes, die Harmonien im mehrstimmigen Gesang und häufig der Text im Bombast des gesamten Sounds unter. Manchmal ist weniger mehr.