Axel Flücht Ehrenmitglied des Geschichtsvereins Emmerich

Geehrt: Axel Flücht (2. von links mit Ehefrau Gerda). Mit auf dem Foto: der erste stellvertretende Bürgermeister Herbert Ulrich und Vize-Vorsitzender Hans Friedrichs.
Geehrt: Axel Flücht (2. von links mit Ehefrau Gerda). Mit auf dem Foto: der erste stellvertretende Bürgermeister Herbert Ulrich und Vize-Vorsitzender Hans Friedrichs.
Foto: FUNKE Foto Services
Geschichtsfreunde zeichnen langjähriges Vorstandsmitglied aus, das Beiträge verfasste, Städtefahrten organisierte und als Korrekturleser eine Mammutaufgabe erfüllte.

Emmerich..  Hohe Auszeichnung für einen „Mann der ersten Stunde“: Axel Flücht (74) wurde auf der Mitgliederversammlung im Rheinmuseum einstimmig zum sechsten Ehrenmitglied des Emmericher Geschichtsvereins ernannt.

In der Laudatio, die Vize Hans Friedrichs für den erkrankten Vorsitzenden Walter Axmacher vortrug, heißt es unter anderem, Flücht habe als Vorstandsmitglied mit anderen dem Verein „Format“ gegeben. Er habe Beiträge zur Geschichte der Stadt Emmerich verfasst, von Anfang an in der Redaktion mitgewirkt und die meisten Städtereisen organisiert.

Theo Kolter neu im Vorstand

Nicht zuletzt war er ein sehr penibler Korrekturleser und erfüllte damit eine wahre „Mammutaufgabe“ – viele Autoren sind ihm dafür zu Dank verpflichtet.

Aus gesundheitlichen Gründen schied Axel Flücht jetzt aus dem erweiterten Vorstand aus. Zu seinem Nachfolger wurde Theo Kolter bestellt. Er gehört dem Geschichtsverein auch bereits seit 1983 an, wirkte an dem Vrasselt-Buch mit und arbeitet gerade an einem Buch über Klein-Netterden.

Die weiteren, turnusmäßigen Wahlen gingen ebenso glatt und einmütig über die Bühne. So bleibt Hans Friedrichs stellvertretender Vorsitzender und Klaus Möllmann Mitglied des erweiterten Vorstandes. Walter Schieck schließlich wurde in das Kuratorium der Stiftung Rheinmuseum gewählt und Renate Jansen zur Kassenprüferin.

Der Geschichtsverein (Ende 2014 732 Mitglieder) hat auch 2015 wieder einiges vor. Zwei „eingekaufte“ Ausstellungen befassen sich mit der Kindheit bzw. Heilkunst im Mittelalter. Auf großes Interesse dürfte die von Museumsleiter Herbert Kleipaß vorbereitete Ausstellung zum Brückenschlag vor 50 Jahren stoßen (vom 16. August bis 11. Oktober).

Ein klingendes Weihnachtsgeschenk ist wieder der neue Jahresband. Nach Gottfried Wolters ist er erneut einem großen musikalischen Sohn der Rheinstadt gewidmet: Operettenkomponist Eduard Künneke, der vor 130 Jahren auf der Hühnerstraße geboren wurde. „Die Dissertation von Sabine Müller ist fertig“, teilte Kleipaß erfreut mit. Vielleicht wird dem Werk eine CD beigelegt. Die zu Gottfried Wolters kann verspätet mit den nächsten Mitteilungen ausgeliefert werden.

Das Rheinmuseum, dessen Träger der Geschichtsverein seit 21 Jahren ist, verzeichnete im 50. Jubiläumsjahr 9500 Besucher und schrammte damit nur knapp an der 10 000er Marke vorbei.

Beim Blick auf die Finanzen meinte Kleipaß, als Verein stehe man finanziell gut da, „wir können aber keine großen Sprünge machen“.