AWo Emmerich musste improvisieren

Die BV Diamonds machten als Zombies auf der Bühne einiges her.
Die BV Diamonds machten als Zombies auf der Bühne einiges her.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Bei der AWo-Sitzung gab’s einen kurzfristigen Ausfall und Verspätungen – Sitzungspräsident Hans-Jürgen Gorgs überbrückte das alles aber gekonnt.

Emmerich..  Wenn einer einen Orden für das Improvisieren verdient hätte, dann der Sitzungspräsident der Arbeiterwohlfahrt, Hans-Jürgen Gorgs. Erst fällt ihm das komplette Grün-Weiß-Ballett aus, dann hatten einige Akteure Verspätung. Das ist bei einem Karnevalstermin in der Woche halt so. Manchmal geht die Arbeit vor. Präsident Gorgs eliminierte mit flottem Mundwerk und diversen Schunkelrunden jede sich auftuende Programmlücke.

Die BV Diamonds eröffneten den närrischen AWo-Reigen. Im Zombie-Outfit aber mit sehr lebendigen und stampfenden Beats. Dann strömte das Kinderprinzenpaar Linus I. und Melina I. nebst Garde und der Mutter Courage des Emmericher Kinderkarnevals, „Tinneke“ Martina Derksen, in den Saal. Mit einer kindlichen Leichtigkeit drehten die Kids den Bölt auf links. Ohne Zugabe ließ man sie nicht wieder gehen.

Nun wurde es Zeit, die guten Geister hinter der Bühne zu ehren. Regisseur, Kulissenschieber oder auch der Mundschenk kamen zum Zug. Aber eine, die für die wunderschöne Dekoration auf den Tischen zuständig war, sollte erwähnt sein: Birgit Anton bastelte aus rund 100 kleinen Tontöpfen und Tonkugeln herrliche Clowns.

Die Line-Dance-Gruppe Hot Heels legte mit ihren drei Western-Tänzen mehr als eine flotte Sohle aufs Parkett. Sie hatten sichtlich Spaß dabei – ebenso wie ihr Publikum.

Nun kam das große Prinzenpaar Michael I. und Kathi I. mit ihrem Gefolge, Garde und GECK. Der Prinz lobte in seiner Begrüßung die karnevalistische Entwicklung der AWo. „Früher habe ich gedacht, wenn ich bei Euch einzog, na ja, sie sind schon sehr betagt. Heute ist das Publikum doch sehr verjüngt.“ Mit anderen Worten: Der Nachwuchs ist angekommen.

Das Urgewächs hat die Top-Formel

Schöne Geste jedes Jahr: Das Prinzenpaar sucht die ältesten Besucher – und fand Lisbeth Spinnen (90) und Wilhelm Bolz (87). Dann ging es zur Sache mit dem Showprogramm des Prinzenpaares: Gardelied und Gardetanz. Das Publikum wollte die obersten Narren Emmerichs nebst Gefolge gar nicht mehr gehen lassen.

Dann hatte Frederike van der Fritten alias Silke Esser das Wort. Als niederländische Therapeutin mit herrlichem Akzent und guten Witzen enterte sie das AWo-Narrenschiff. Es ging um Mann und Frau und darum, dass die Niederländer häufig mit dem Wohnwagen in den Urlaub fahren. Der Ehekrach sei da vorprogrammiert auf so engem Raum. Übrigens: Alles frei vorgetragen.

Eine Abordnung der „Nederlands Elftal“ war auch zu Besuch. Mit Fußbällen auf Stangen gesteckt, zeigten sie ihr wahres Können. Hans-Jürgen Gorgs unterhielt als Weltenbummler. Zum Schluss kam „AWo-Urgewächs“ Werner Stockhoff zum Zug. Er brachte seine Büttenrede, gemischt mit Schlagern, die jeder kennt. Für das Publikum einfach herrlich, weil sie mit jedem Lied aufs Neue aktiviert wurden.

Schön, dass Prinzenpaare und Garden fast komplett vertreten waren. Für einen Sitzungstermin „unter der Woche“ ist das nicht immer die Regel.

Für Gesang und Musik waren diesmal die Formation Jungs vom Bölt mit kölschen Liedern sowie die Gruppe Two and a half Men zuständig.