Auf dem Weg, Kult zu werden

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Haffen..  Ab wann kann man von Tradition sprechen? Ab wann ist etwas Kult? Das Festival Rock in’t Dörp – in diesem Jahr am 4. Juli – geht in die dritte Runde, und ist auf dem besten Wege, Kult zu werden. Zumindest für die, die es schon einmal erlebt haben, hat es bereits Kultstatus erreicht. Nun hat der Kartenvorverkauf begonnen und bei den Machern steigt die Vorfreude.

Als das Biwak der Haffener Jungschützen wegfiel, mussten neue Ideen her. Man wollte etwas Neues ins Leben rufen. Etwas, das es in dieser Form hier in der Umgebung noch nicht so häufig gibt. Beim Kellnern auf einem Geburtstag im Bekanntenkreis, wurde man auf die Band Finaly Monday aufmerksam. Die Idee eines Konzerts entstand. Im ersten Jahr war es noch ein Konzert mit einer Band. Und schon da wussten die Haffener Jungs: „Im zweiten Jahr müssen wir uns was einfallen lassen“, erinnert sich Mitorganisator Moritz Kleine­berg. Und so entstand die Idee des kleinen, aber feinen Festivals Rock in’t Dörp auf der Wiese vor der Schützenhalle.

Gemeinschaft soll gestärkt werden

Der Bezug zum Dorf und der Verweis darauf, wo sie herkommen und was sie sind, steht ganz im Vordergrund. „Wir möchten damit die Gemeinschaft im Dorf stärken“, betont Kleineberg. Gleichzeitig ist aus der Veranstaltung der Jungschützen eine Veranstaltung vieler geworden. Das Organisationsteam besteht heute eben nicht mehr nur aus Jungschützen, sondern auch aus „jungen Altschützen“ und älteren Schützen, die Gefallen an der Sache gefunden haben, und einfach mitmachen möchten. „Eben alle, die Bock drauf haben“, bekräftigt Kleineberg. So einfach ist es manchmal. Möglich ist dies durch die Tatkraft und das Engagement Einzelner, aber auch durch das Unternehmen For Famers-Thesing, das die Aktionen der Jungschützen seit Jahren unterstützt.

Das musikalische Aufgebot er-streckt sich daher ebenfalls auf alle Bands, die Lust an handgemachter, ehrlicher Musik haben, bei denen man die Leidenschaft zur Musik spüren kann. Möglichst aus der Region sollen sie kommen.

Rockschule Hamminkeln

Seit dem vergangenen Jahr stehen die Macher des Festivals in engem Kontakt zu Marco Launert von der Rockschule Hamminkeln. Oft stellt er den Kontakt zu den Bands her, macht Vorschläge. „Dann gucken wir uns die Bands mit einigen Kumpels an und entscheiden“, erläutert Kleineberg. In diesem Jahr macht R.E.M.O.V.E., eine Band mit Jungs aus Haldern und Umgebung, den Anfang. Es folgen mit To Have And Hold, der niederländischen Band Bootsman und Smokaholic Gruppen, die wissen, wie sie mit gepflegtem Rock und Songs der 80er und 90er das Publikum in ihren Bann ziehen können. Den Abschluss des Abends bildet die Essener Band Samotta, die als waschechte Jungs aus dem Ruhrpott noch einmal alles geben werden. Denn die Stimmung, so Kleine­berg, ist bei diesem kleinen Festival eben das, was es einzigartig macht. „Das Publikum geht so mit“, beteuert er und erinnert sich dabei auch an das vergangene Jahr, in dem das Wetter nicht ganz so mitspielte, doch die Musiker von der Atmosphäre hin und weg waren. „Nicht zuletzt deshalb kommen manche Musiker immer wieder“, freut sich Kleineberg.