Auf dem „Bölt“ in Speelberg wird nichts jünger

Direktor Thomas Reintjes (links) bat um Mitglieder-Hilfe.
Direktor Thomas Reintjes (links) bat um Mitglieder-Hilfe.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Sankt Sebastianer-Schützen luden zum Neujahrsempfang ein. Direktor Thomas Reintjes appellierte an die Mitglieder, sich zu engangieren und zu helfen.

Emmerich..  Es ist schon gute Tradition, dass sich die Schützenfamilie der Sebastianer zu Beginn eines jeden Jahres zu ihrem Neujahrsempfang trifft. So war es denn auch jetzt wieder. Händeschütteln und gute Wünsche für das gerade begonnene 2015 waren für den Direktor Thomas Reintjes, seine Vorstandskollegen und das amtierende Königspaar Manuel Jonkhans und Kirsten Derksen im kleinen Saal auf dem „Bölt“ angesagt.

80 Sebastianer plauderten über das Vergangene und wagten einen Blick in die Zukunft, prosteten sich zu, und so manch einer trat erst am Abend wieder die Heimreise an. Rückblickend erinnerte Direktor Reintjes etwa an die Suche nach einem neuen Pächter für den Kapaunenberg, die von einem professionellen Unternehmen begleitet wurde und bei der man sich zwischen zehn Interessenten entscheiden musste.

Letztendlich machten Sinan Ataman und Ersin Erbay mit ihrem Shoot Inn das Rennen und öffneten Anfang August die Türen (die NRZ berichtete). „Es läuft zwischen Schützen und Pächter sehr harmonisch ab“, unterstrich der Schützenchef am Rande des Empfangs.

Zum Silvesterball, der ebenfalls im kleinen Saal stattfand, hätten sich rund hundert Personen getroffen: „Fürs erste Mal ist das doch schon sehr gut.“

Vorausschauend wies der Vorstand noch auf die großen Pläne wie den Bau einer Lagerhalle und das Angebot für Gruppen und Vereine auf dem Bölt hin, Scheiben- und Vogelschießen kombiniert mit einem Essen zu nutzen.

Apropos Bölt: „Es wird nichts jünger hier, es wird alles älter, und wir müssen es instandhalten“, meinte Reintjes. Damit verbunden war zugleich auch ein Appell an die Mitglieder, sich in den verschiedensten Bereichen zu engagieren. „Wir sind auf eure Hilfe angewiesen: Ein aktives Vereinsleben ist auch für uns so wichtig.“

Seelsorge: Stimmung wird besser

In seiner Ansprache ging Vereinspräses Kurt Reintjes nicht nur auf die nicht einfache Weltlage, sondern auch auf die Kirche vor Ort ein, durchaus optimistisch: „Ich schaue zuversichtlich auf das neue Seelsorgeteam. Die Stimmung scheint allmählich besser zu werden. Und in den Gremien kommt nach und nach wieder Begeisterung auf.“

Wie wichtig gerade auch in der Zeit des demografischen Wandels die Seniorenarbeit ist, hob Ehrendirektor Manfred Schmittkamp hervor, der gemeinsam mit Ehefrau Margret sowie Beate und Klaus Möllmann Fahrten und Nachmittage organisiert.

Letztere haben die Aufgaben von Liane und Gerdi Bonhof übernommen. Seit 25 Jahren wird gerade für die älteren Mitglieder und deren Frauen vieles bei den Sebastianern organisiert. Nächster Termin ist der Seniorennachmittag am 26. Februar mit dem Vortrag eines Kripobeamten zum Thema „Wie schütze ich mein Eigentum“

Am 25. April steigt das alle fünf Jahre stattfindende große Stadtschützenfest im Saal Kapaunenberg. Auch das Bezirksschützenfest findet am 30. Mai auf dem Bölt statt. Daumen drücken heißt es für Thomas Reintjes und Oliver Siebeneicher im August. Beide qualifizierten sich fürs Europaschützenfest in Peine. „Unser Ziel ist es, den Europakönig nach Emmerich zu holen“, so der ehemalige König Reintjes. Weitere Termine der Sebastianer: im Internet unter www.kapaunenberg.de.