Anne Frank-Schule Rees verabschiedet sich leise

Die Lehrerbandhat sich neu formiert und wird noch einmal abrocken: (von links) Judith Greven, E-Gitarre, Gregor Newzella, Schlagzeug, Joscha Klees, Lead-Gitarre, Leonore Moser, Gesang, Christoph Heßling, Trompete und Torsten Becker, Bass.
Die Lehrerbandhat sich neu formiert und wird noch einmal abrocken: (von links) Judith Greven, E-Gitarre, Gregor Newzella, Schlagzeug, Joscha Klees, Lead-Gitarre, Leonore Moser, Gesang, Christoph Heßling, Trompete und Torsten Becker, Bass.
Foto: NRZ Emmerich
Was wir bereits wissen
Die Förderscule schließt zum Ende des Schuljahres. Die gute Nachricht: Alle Schüler sind in anderen Schulen untergekommen, auch die Lehrer haben eine neue Wirkungsstätte.

Rees..  „Uns ist nicht nach Feiern zumute“, sagt Judith Greven, die Leiterin der Anne-Frank-Schule. Wie bekannt wird die Förderschule mit den Schwerpunkten Lernen sowie emotionale und soziale Entwicklung in wenigen Wochen aufgelöst. Ein großes Abschiedsfest wird es daher an der Greisstraße nicht geben. Wohl aber ein internes Schulfest, das die Klasse 10 als letzte Abschlussklasse für die restliche Schülerschaft organisieren will. Es soll am 11. Juni mit Spiel und Spaß über die Bühne gehen.

Das Wichtigste zuerst: Alle 85 Anne-Frank-Schüler wissen, wie es nach den Sommerferien für sie weitergeht. Die 36 Schülerinnen und Schüler, die in Rees wohnen, wechseln ans Förderzentrum Grunewald nach Emmerich. Die 14, deren Heimat Kalkar ist, lernen künftig in der Astrid-Lindgren-Schule in Goch. Kinder, die aus weiter entfernt liegenden Kommunen kommen, bekamen einen ortsnahe Schulort zugewiesen. Zudem werden 16 Schüler entlassen.

Erste Kontakte sind geknüpft

„Als die Schüler erfuhren, dass die Anne-Frank-Schule schließt, haben viele verstört und ängstlich reagiert“, erinnert sich Schulleiterin Greven. Das hat sich inzwischen weitgehend gelegt. Auch deshalb, weil das Förderzentrum Grunewald für erste Kontakte gesorgt hat.

Die Reeser Schüler der Klassen 8 bis 10 haben am großen Sportfest in Emmerich teilgenommen, es gab einen gemeinsamen Tag beider Unterstufen am Wahrsmannshof und in der kommenden Woche gibt es einen Workshop für die Mittelstufen aus Emmerich und Rees auf Schloss Moyland.

Die Kalkarer Schüler sind mit Eltern für den 13. Juni zu ihrer neuen Schule geladen. Dort steigt ein Fest. Übrigens: Noch heißt die Gocher Schule Pestalozzi-Schule. Sie schließt ebenfalls. An ihrem Standort wird die Astrid-Lindgren-Schule ihren Betrieb aufnehmen.

Judith Greven und ihr Team hoffen, dass die in Rees aufgebauten Netzwerke beispielsweise zu Theodor-Brauer-Haus, bb-med GmbH, Wahrsmannshof sowie Lebenshilfe auch künftig genutzt werden. „Ich bin ganz zuversichtlich, dass das gelingt, zumal eine Reihe von Lehrern zum Förderzentrum nach Emmerich wechseln“, so die Schulleiterin. Allein acht Lehrer aus dem Reeser Kollegium werden künftig an der Einrichtung Grunewald arbeiten. Weitere fünf der insgesamt 17 Pädagogen sind an ihre Wohnorte versetzt worden. Einer lehrt schon seit geraumer Zeit an der Paul-Moor-Schule in Bedburg-Hau, wohin auch Konrektorin Dorte Brands in gleicher Funktion wechselt. Eine Kollegin wird künftig Grundschullehrerin. Schulleiterin Judith Greven unterrichtet nach den Ferien an der Virginia-Satir-Schule in Kevelaer und ist zudem abgeordnet für das gemeinsame Lernen in Rees und Kalkar. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe“, blickt sie in die Zukunft – ohne Leitungsposten. „Ich gehe davon aus, dass sich über kurz oder lang eine Schulleitertätigkeit realisieren lässt“, ist sie überzeugt.

Zu einer großen Frühstückstafel sind Schüler und Eltern für den vorletzten Schultag eingeladen. Zeugnisausgabe wird dann am letzten Schultag, 26. Juni, sein.

Nicht ohne große Feier werden aber die Abschlussschüler am 12. Juni von Bord gehen. Die Schülerband wird auftreten, die Lehrerband hat sich formiert, um in neuer Besetzung abzurocken. Geladen sind auch die Kooperationspartner. Auf Wunsch der Schüler wird Gyros aufgetischt.