Anklage nach tödlichem Unfall bei Isselburger Cold Water Challenge

Ein Radlader liegt auf einem Feld in Isselburg. Ein Mann ist bei der Feier eines Kegelclubs im Münsterland von einer mit 2000 Liter Wasser gefüllten Baggerschaufel erschlagen worden.
Ein Radlader liegt auf einem Feld in Isselburg. Ein Mann ist bei der Feier eines Kegelclubs im Münsterland von einer mit 2000 Liter Wasser gefüllten Baggerschaufel erschlagen worden.
Foto: Guido Schulmann/dpa
Was wir bereits wissen
Nach dem tödlichen Unfall bei einer "Cold Water Challenge" in Isselburg im vergangenen Sommer wurde jetzt Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben.

Isselburg/Münster.. Ein tödlich verlaufender Video-Dreh für die Internetaktion "Cold-Water-Challenge" bringt zwei Männer aus dem Münsterland möglicherweise vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft Münster hat Anklage beim Amtsgericht Bocholt wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung erhoben.

Ein Kegelclub wollte vergangenen Sommer in Isselburg filmen, wie ein Teleskoplader kaltes Wasser über einem Biertisch ausgießt. Mit 1800 Litern war die Schaufel aber überladen. Der Lader kippte vornüber auf die Kegelgesellschaft. Ein junger Familienvater starb, weitere Mitglieder wurden verletzt.

Die Staatsanwaltschaft klagt jetzt den Inhaber des Radladers und den Fahrer an. Sie sollen Sicherheitsbestimmungen missachtet haben. Das Gericht muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden, wie die Anklagebehörde am Mittwoch mitteilte (Az: 127-1014).