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Anholts Urgestein und das Alter

07.02.2016 | 20:00 Uhr
Anholts Urgestein und das Alter
No Name begeisterte auf der Bühne in Anholt.Foto: Thorsten Lindekamp

Anholt.   Alfons Eising bot wieder geballte Power auf der Sitzung von MGV Eintracht. Das Elferrats-Duo hatte dieses Mal tolle Tanzeinlagen auf die Bühne in Isselburg-Anholt geholt.

Ohne ihn geht gar nichts im Karneval. Das Anholter Urgestein Alfons Eising brauchte bei der Karnevalssitzung des Männergesangsverein Eintracht Anholt wieder geballte Power in die heiligen Hallen der Gaststätte Legeland. In diesem Jahr hatte er mit seiner „Mitleid-Crisis“ zu kämpfen, da er bemerkt hatte, dass die besten Jahre wohl vorbei seien. Da nützten auch die schwarzen Locken, der neuste Modetrend, das Motorrad oder die vielen Sportangebote nichts. Am Ende musste er feststellen, dass man das Alter nicht vertuschen kann.

Keine Kosten und Mühen gescheut

Aber nicht nur Alfons Eising war einer der Höhepunkte des Anholter Karnevals. Vor allem die vielen Tanzeinlagen begeisterten die Narren im Saal. Denn in diesem Jahr hatte die Eintracht, mit dem kleinsten Elferrat zwischen Rhein und Issel – nämlich Sitzungspräsident Udo van Eß und Heinz Terröde – sich nicht nur in Anholt und Isselburg umgesehen, sondern keine Kosten und Mühen gescheut, auch Tanzgruppen aus Bocholt und Mehr auf die Bühne geholt.

War schon die Isselburger Tanzgarde einen Hingucker wert, wurde sie von der Gruppe „No Name“ aus Mehr fast noch übertroffen. 15 kleine Matrosen unter der Leitung von Sonja Sudhoff und Birgit Hoffmann ließen bei flotter Musik ihre Schrubber übers Deck sausen und entlockten den Zuschauern anerkennende Pfiffe und viel Applaus. Seit 2007 gehört auch die Twirling-Gruppe unter Leitung von Carmen Freud und Christa Mast zum Karneval beim MGV.

Einen Tanz der Extraklasse erlebten dann die Jecken mit den Bocholter Funkys unter der Leitung von Andrea Kriszak. Fast alles was so an „verbotenen“ Speisen, Getränken und Süßigkeiten – Pizza, Pommes oder Eis – musikalisch auf dem Markt war, fand man in diesen Tänzen wieder. Und die Zugabe übertraf dann noch die Extraklasse der acht jungen Damen. Robin (12) und Michelle (9) legten einen atemberaubenden Tanz aufs Parkett.

Da hatte es das Männerballett der Sporker Grenztröpfkes schwer diesen Tanz noch zu toppen. Anders, aber nicht weniger gut nahmen die 13 Herren unter Leitung von Andrea Geisler die Zuschauer mit zum Apres Ski an den Ballermann. Und dann wurden Begeisterungstürme laut und die Herren ließen es sich nicht nehmen, den Zugaberufen Folge zu leisten.

Aber auch die Büttenreden waren eine Klasse für sich. Herbert Struck als Sprachwissenschaftler versuchte durch Pillen oder Krankenhausaufenthalte sein Stottern in den Griff zu bekommen – einfach nur köstlich und das „wunderschöne“ Julchen – Melanie Meier aus Isselburg – kam auch in Anholt gut an. „Auf den Weg vom Einkauf bin ich hier vorbeigekommen“ erklärte eine Dame mit ausladendem Po, „und wollte einfach nur stören.“ In feinstem Bocholter Platt wusste der Überraschungsgast Christa Mecking über Eheprobleme und die Widrigkeiten des Lebens zu berichten. Ein besonders gelungener Abend, der mit einem gemeinsamen Lied „In Anholt bei der Eintracht“ in einen gemütlichen Tanzabend überging.

Brigitte Tausche

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Anholts Urgestein und das Alter
Anholts Urgestein und das Alter
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2016-02-07 20:00
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