Anholterin öffnet ihre Gartenpforte

Christel Steffens öffnet ihren Garten im Rahmen der offenen Gartenpforte.
Christel Steffens öffnet ihren Garten im Rahmen der offenen Gartenpforte.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Am Sonntag, 17. Mai, öffnet Christel Steffens aus Isselburg-Anholt von 11 bis 17 Uhr ihre Gartenpforte. Pflanzenfreunde sind zum Fachsimpeln und Staunen eingeladen.

Anholt.. Stück für Stück hat sich Christel Steffens ihr kleines Paradies erschaffen. Angefangen hat alles mit einem winzigen Grünstreifen. Direkt neben dem Eingang des Hauses mit der Nummer 10 am Huyinksweg in Anholt. Den beackerte sie gleich, als sie zusammen mit ihrem Mann vor 18 Jahren wieder in ihr altes Elternhaus zog. Und seither hat die Anholterin mit dem grünen Daumen einen verwunschenen Garten mit den verschiedenen Blüten, Stauden und Sträuchern geschaffen, der an vielen Ecken zum Verweilen und auch Schnuppern einlädt. Denn im Garten von Christel Steffens duftet es herrlich nach Frühling. Und sieht auch so aus. Denn Tulpen und Vergiss-Mein-Nicht stehen momentan in ihrer schönsten Blütenpracht. Ebenso wie der Zierlauch, dessen langer Stiel mit der lila-farbenen Kugel sich markant in den Beeten in die Höhe reckt.

Weil Christel Steffens voll berufstätig ist, legt sie vor allem am Wochenende gekonnt Hand in ihrem Kleinod an. Besonders arbeitsintensiv sind dabei das Frühjahr und der Herbst. „Doch wer da fleißig ist, hat im Sommer umso weniger Arbeit“, weiß sie. Zumindest wenn man mal vom Bewässern absehen würde. Gradlinig mit Buchsbaumhecken eingefasst, lässt die Anholterin ihren Pflanzen in den Beeten freien Wuchs. Das Schöne: „In meinem Garten blüht es das ganze Jahr.“ Es gibt also immer etwas zu schauen. Vor allem im Sommer setzt Steffens, die sich ihr Pflanzenwissen über die Jahre selber angeeignet hat, auf ein Konzept mit Pflanzen in den Farben Blau und Violett. Eine Lieblingspflanze oder Blüte hat sie dabei aber nicht.

Über 1200 Blumenzwiebeln gesetzt

Jährlich setzt Steffens in ihrem rund 650 Quadratmeter großen Garten, der einmal rund um das Wohnhaus geht, rund 1200 Blütenzwiebeln. Doch, so sagt sie, „das ist es wert“. Immer wieder gestaltet sie ihren Garten um. Die Arbeit darin, „ist Entspannung pur“. Auch wenn ob der Blütenpracht der Sommerurlaub oft entfallen muss. „Schließlich muss ich mich gerade bei warmen Wetter um die Pflanzen kümmern.“

Steffens beobachtet dabei auch oft die Natur. So führt sie seit zehn Jahren Buch über das Wetter. Täglich werden Temperatur und Witterung notiert. Dazu auch, welche Pflanzen gerade in Blüte stehen. Warum sie das tut, können Interessierte am Sonntag erfahren. Dann öffnet die Gartenfreundin ihre Pforte. Warum? „Es gibt dann viele gute Gespräche mit Gleichgesinnten. Und auch neue Anregungen.“

Apropos: Wie steht es bei all der Blütenpracht eigentlich mit dem Gemüse? „Dafür hab’ ich keinen Platz“, sagt Steffens lachend.