Anholter Vereinskarneval mit Bahn, Feuer, Klecks und Farbe

Ein Lied zwei, drei – aber bitte mit einem wenig Piano-Unterstützung!
Ein Lied zwei, drei – aber bitte mit einem wenig Piano-Unterstützung!
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Seit mehr als 60 Jahren feiert der Männergesangsverein Anholt die fünfte Jahreszeit. Auch diesmal waren in der Gaststätte Legeland viele Gäste mit dabei.

Anholt..  Ein fröhliches Völkchen sind die Protagonisten des Männergesangvereins Anholt. Und seit mehr als 60 Jahren wird deshalb gemeinsam mit Freunden und Angehörigen in der Gaststätte Legeland Vereinskarneval gefeiert. Am Samstagabend war der Saal der Gaststätte wieder vom bunt gekleideten Narrenvolk geentert.

„Heute feiert man in Anholt“, schmetterten stimmgewaltig die Mitglieder des Männerchores. Sitzungspräsident Kurt Vogel wusste mit einer humorvollen Begrüßungsrede zu begeistern. Aber zuerst begrüßte er das Isselburger Prinzenpaar „Frank I. von Klecks und Farbe“ mit „Gerlind I. von Bett zu Pfanne“ sowie Präsidenten, Elferrat und Tanzgarde. So ganz unter sich sind die Anholter schon seit einigen Jahren nicht mehr. Zumindest im Karneval wird auf gute Nachbarschaft Wert gelegt. Jedoch war das neckische Geplänkel zwischen Gastgebern und Gästen nicht zu überhören.

Als Gastgeschenke hatten die Isselburger ihre Tanzgarde mitgebraucht. „Der Knaller“ Andre Nehring wusste vieles über typische Kneipengespräche zu berichten.

Mit dem Reisenden Herbert Struck fährt gern mit der Bahn in „unterentwickelte“ Gegenden. „Ich komme grad aus Bayern“, wusste er zu berichten. Aber auch über Mitreisende mit Zahnschmerzen, Pfarrer mit pubertierenden Jugendlichen und einen Bocholter, der heimlich Lotto spielt. Nachdem dieser sechs Richtige, dazu einen BMW und eine Reise gewonnen hatte, wurde vor der Haustüre seine Frau überfahren. Struck: „Wenn et löppt, dann löppt et!“

Spitze war auch wieder der Beitrag der Hallodris, die mal vernünftig sein und nicht trinken wollten. „Denn es kann auch ohne Saufen lustig sein – oder?“ Was nach dem „oder“ passierte, wussten sie auf musikalische Weise dem Publikum zu erzählen.

Als Bürgerschützen und deren Frauen trat der Chor „Einklang“ in vertauschten Rollen auf und berichteten über die Differenzen der Schützen mit ihren „Frauen“. „Unsere Jahreshauptversammlung halten wir in diesem Jahr bei Legeland ab“, erklärte der Schützenpräsident (Melanie Stannik-Vriesen), „da werden wir auch voll, aber wir müssen dann nicht tanzen.“ Köstlich war der Dialog zwischen ihm und seiner „Frau Molly“ (Jörg Vriesen)

Alfons Eising als Rambo gefällt das Leben in der Bütt auch besser als das als Einzelkämpfer. Auf die Frage eines Vorgesetzten, ob er Bautischler sei, wusste dieser nur zu berichten: „Stammtischler“.

Und ob man Werner Schirrmacher als Feuerwehrmann wirklich vertrauen kann, da kamen den Narren doch so einige Zweifel. „Als wir am Brandherd angekommen sind, war das Feuer schon fast gelöscht“, wusste er zu berichten, „da haben wir noch ein wenig Holz draufgelegt.“