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Anholter Tierpfleger zieht verlassene Wildschwein-Kinder zu Hause auf

03.02.2012 | 17:40 Uhr
Anholter Tierpfleger zieht verlassene Wildschwein-Kinder zu Hause auf
Frischlinge auf der Pirsch.

Anholt.   Zur Zeit ist Maik Elbers nicht nur Tierpfleger im Biotop Wildpark Anholter Schweiz, sondern auch Ersatzpapa für drei allein gelassene Wildschwein-Kinder. Rund um die Uhr kümmert er sich um die Frischlinge, die derzeit seine eigenen vier Wänden unsicher machen. Später sollen die zutraulichen Ziehkinder im Wildpark wohnen.

Da hat sich Maik Elbers eine schöne Sauerei eingebrockt: Der Tierpfleger im Biotop Wildpark Anholter Schweiz hat dieser Tage alle Hände voll zu tun. Der Grund: Elbers kümmert sich um die Aufzucht eines Frischlings-Trios – und das macht nicht nur Spaß, sondern auch eine Menge Arbeit. Es sind Findlinge, die alleingelassen in einem Waldstück im Kreis Wesel entdeckt wurden. „Vermutlich ist ihre Mutter gestorben“, schätzt Tierexperte Elbers, der nun seit einigen Wochen den Wildschwein-Ersatzpapa mimt. „Und das ist ganz schön anstrengend“. Schließlich wollen die drei beschäftigt werden.

Auf Schritt und Tritt

Und das heißt Füttern, Spielen und auch Gassi gehen. Letzteres machen die drei Frischlinge mittlerweile am liebsten im Wildpark Anholter Schweiz. „Ich nehme sie in einer Transportbox zur Arbeit mit in den Park“, erklärt Elbers. Denn seine Ziehkinder sind schon so zutraulich, dass sie Elbers auf Schritt und Tritt auf den Wegen vorbei an den Tiergehegen folgen. Einen Vorteil hat das Ganze: die Tiere können sich so schon einmal an ihr künftiges Zuhause gewöhnen. „Wenn alles soweit passt, wollen wir die Tiere hier im Wildpark halten“. Dort gibt es bereits zwei Bachen und einen Keiler. Nachwuchs hatten diese noch keinen. So dürfen sich die Besucher vielleicht bald auf kleine Frischlinge im Gehege freuen.

Momentan haben die kleinen Wildschweinchen aber noch ein anderes Zuhause. Nämlich das von Elbers selbst. In seinen eigenen vier Wänden zieht er das wilde Dreierpack auf. Unterstützung bekommt er dabei nicht nur von seiner Frau, sondern auch von Hündin Lotta. „Erst hatten wir bedenken, wie Lotta auf die Frischlinge reagiert“. Die waren aber ganz umsonst. Lotta liebt die viereinhalb Wochen alten Tiere. Liebevoll kümmert sie sich um die Kleinen – und mehr noch. Die Frischlinge sehen die Hündin als Vorbild. „So brauche ich die Tiere nicht mit der Flasche großziehen. Dank Lotta schlabbern sie ihr Futter aus dem Napf“, sagt Elbers. Und noch etwas können die Frischlinge: Für ihr „Geschäft“ nutzen sie die Katzentoilette. Einen Namen hat das Trio noch nicht. Erst wenn die Tiere drei, vier Monate alt sind, wisse man, dass sie über den Berg sind und sie eine Zukunft haben. „Wenn es dann soweit ist, können wir ja Namenspaten suchen“.

„Ein 24-Stunden-Job“

Frischlinge aufgezogen hat der Ersatzpapa noch nie. Nur so viel: „Dieses ist das erste und das letzte Mal“, so Elbers. „So schön das Ganze auch ist. Es ist und bleibt ein 24-Stunden-Job“.

Tierkinder im Revier

Sarah Eul

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Kommentare
06.02.2012
14:28
Wildschwein-Butterschnitzel
von komiker67 | #1

600 g Hackfleisch (Wildschwein-Faschiertes), gemischt
¼ Liter Milch
2 Semmel(n)
50 g Butter
1 Zwiebel(n)
2 Ei(er)
2 Zehe/n Knoblauch
1 TL Senf
1 TL Majoran
1 TL Petersilie, gehackt
1 Prise Chilischote(n)
Thymian
100 g Schafskäse
2 Tomate(n), geschält und kleinwürfelig geschnitten
1 EL Kürbiskerne, gehackt
2 EL Butter, zerlassen und gesalzen mit viel Kräutern der Saison
Salz und Pfeffer, aus der Mühle

1 Antwort
Blockierter Kommentar.
von IIDottore | #1-1

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