Anfrage blieb bis heute unbeantwortet

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Rees..  Muss ein Lehrer einem Schüler, dem er zufällig auf dem Schulflur begegnet und der nach seinem Notenstand fragt, Auskunft geben? Ist der Lehrer verpflichtet, die Leistung mit einer Note auszudrücken oder darf er „Besser oder auch schlechter als im vergangenen Halbjahr“ sagen. Diese Frage hat Christoph Krebel, als SV-Verbindungslehrer Mitte der 80er Jahre an den Regierungspräsidenten gerichtet. Daran erinnerte Schulleiter Klaus Hegel gestern bei der Abschiedsfeier von Christoph Krebel. 31 Jahre, zehn Monate und zwei Tage war der jetzt 64-Jährige am Gymnasium Aspel tätig. Auch das hatte sein Chef Hegel recherchiert.

„Ich halte keine lange Rede“, sagt der scheidende Oberstudienrat. Er sage lieber Danke für die schöne Musik (Sophie Beltermann), die guten Wünsche und Worte. „Ja, ich freue mich auf den Ruhestand und mir fällt auch keine Last von den Schultern“, fuhr er fort. Entsprechende Fragen seien in den letzten Tagen vermehrt an ihn gerichtet worden. Offenbar, fuhr er fort, habe er in seinem Berufseben die Weichen richtig gestellt, vom ersten Wunsch Diplom-Physiker zu werden, umzuschwenken auf Physik-Lehrer. Zuvor hatten die Schülersprecher Josephine Voß und Hendrik van der Linde Krebels humorvolle und gelassene Art gewürdigt, den Schulstoff zu vermitteln. Hegel hatte an den Tag der offenen Tür 2013 erinnert, an dem Krebel ihn, den Schulleiter, mit einem Flaschenzug „an die Decke gebracht“ hatte. Elisabeth Boßmann sprach für den Lehrerrat Dank aus und Hubert von Thenen für die Fachschaft Mathematik und Physik. „Ich hoffe, wir bleiben Dir in Erinnerung“, sagte Boßmann.

Von allen Seiten gab es Geschenke für Krebel, Verzehr-Gutscheine für Restaurants und Cafés, Bücher natürlich und ein originelles Schachspiel. Schließlich war Krebel es, der die Schach-AG am Gymnasium Aspel ins Leben rief. Der Lehrer für Physik und Mathematik und früher auch für Pädagogik war zudem in der Ausbildung von Referendaren aktiv und nahm als Schulvertreter an Examensprüfungen teil. Übrigens: Eine Antwort hat er auf seine Nachfrage Mitte der 80er Jahre aus Düsseldorf nie bekommen.Abschied nahm das Gymnasium auch von Franziska Maak, die ein Jahr lang Englisch und Französisch unterrichtete und von Sabine Kessler, die in den Fächern Deutsch und Philosophie aushalf.