Alle Daten werden erfasst

Isselburg..  Seit diesem Monat gelten strengere Regelungen zur Ausgabe von Kurzzeitkennzeichen, die für Probe- und Überführungsfahrten genutzt werden. Darauf weist jetzt der Kreis Borken hin. Hintergrund der Verschärfung ist der stark angestiegene Missbrauch von Kurzzeitkennzeichen.

„Es gibt daher eine ganze Reihe von Neuerungen“, macht Ruth Weddeling, Leiterin der Zulassungsstelle des Kreises Borken, deutlich. Beispielsweise gibt es das fünf Tage gültige Nummernschild für Probe- und Überführungsfahrten künftig nur noch, wenn für das Fahrzeug eine gültige Hauptuntersuchung bescheinigt wird.

Neu ist ebenfalls, dass die Fahrzeugdaten bei Beantragung des Kurzzeitkennzeichens konkret benannt und nachgewiesen werden müssen. In den neuen Fahrzeugscheinen werden alle technischen Daten des Fahrzeugs und die Daten des Halters erfasst.

Wenn für das Fahrzeug keine gültige Hauptuntersuchung nachgewiesen werden kann, sind nur noch Hin- und Rückfahrten zu einer Prüfstelle in dem Zulassungsbezirk möglich, in dem das Kurzzeitkennzeichen ausgestellt wurde. Ferner dürfen Hin- und Rückfahrten nur zur nächstgelegenen Werkstatt im Zulassungsbezirk und im Nachbarbezirk vorgenommen werden. Dies gilt allerdings nicht für Fahrzeuge, die als verkehrsunsicher eingestuft worden sind.

Neu ist überdies die Zuständigkeitsregelung: Bislang konnte man nur an der Zulassungsstelle seines Wohnortes ein Kurzzeitkennzeichen erhalten. Künftig kann auch bei der Zulassungsstelle am Standort des Fahrzeugs ein Kurzzeitkennzeichen beantragt werden. Sollte das Fahrzeug jedoch keine gültige Hauptuntersuchung aufweisen, darf nur noch die Zulassungsstelle des Standorts des Fahrzeugs das Kurzzeitkennzeichen ausgeben.

Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.kreis-borken.de/kurzzeitkennzeichen.