Aktion mit Ausrufezeichen

Laurenz, Merle und Moritz lächelten in die Kamera. Sichtbar stolz. Und das durften die Drittklässler stellvertretend für alle Luitgardis-Schüler auch sein. Sie haben Spendengelder erlaufen, um zwei begabten Mädchen aus Tansania deren Internatsweg und damit die Existenz weit ab vom ärmlichen Elternhaus zu finanzieren. Bis zum Abitur, das in dem ostafrikanischen Land den Weg in ein besseres Leben ebnen kann.

Die tolle Aktion der Eltener ist aus zwei Gründen zu loben. Erstens: Es ist nie ein Fehler, sich auch schon in jungen Jahren bewusst zu machen (oder machen zu lassen), dass es Kindern in Deutschland in der Regel prächtig geht. Gleichaltrige in vielen anderen Ländern kennen kaum sonnige, unbeschwerte Tage.

Zweitens: Die Hilfstat setzt nicht nur hinter das Wir-Gefühl der Luitgardis-Schüler ein Ausrufezeichen. Über in der Klasse verfasste Briefe nach Tansania und mögliche weitere Spendenaktionen lernen Kinder auch eine soziale Verantwortung jenseits der eigenen engen Grenzen. Keine Selbstverständlichkeit angesichts der Tatsache, dass mit zunehmendem Alter kleine elektronische Geräte das Zentrum des Tuns darstellen. Leider.