Ärztin für Kneipp-Kurort ist startbereit

Elten..  „Das wird ein interessanter Abend“ prognostizierte der 1. Vorsitzende des CDU-Ortsvereins Elten, Werner Spiegelhoff. Er hatte seinen rund 35 Gästen nicht zu viel versprochen.

Dr. Manon Loock-Braun stellte einmal den Kneipp-Verein Elten vor und sprang danach auf ihren Tourismuswagen auf. In ihrer knapp einstündigen Präsentation voller Enthusiasmus und großer Ziele stellte Emmerichs Tourismuschefin den 20 Jahre alten Kneipp-Verein Elten vor mit seinen inzwischen 600 Mitgliedern. Nicht ohne Stolz erwähnte Loock-Braun diese unglaublich hohe Mitgliederzahl. Das zeige schon, wie groß das Interesse der Bürger sei, aus Elten einen Kneipp-Kurort zu machen. Es gebe aber noch viel zu tun zu dem, was schon in 20 Jahren auf den Weg gebracht wurde.

Schon erstaunlich, was ein zukünftiger Kneipp-Kurort so alles vorweisen muss. Zum Beispiel die Wetterstation war ein Muss für das bevorstehende Klimagutachten. Ein Lufthygiene-Gutachten wurde am 3. September erstellt – und mit Bravour bestanden. Es ist ein „Terrain-Kurenwegenetz“ gefordert, welches genau anzeigt, an welcher Stelle der Kneipp-Gast welche Anwendungen findet oder wo er sich an und in der guten Luft sportlich betätigen kann. Es musste ein extra dafür ausgebildeter Kneipp-Arzt gefunden werden. Auch das ist gelungen. Dr. Beate Lycko hat die erforderliche Ausbildung absolviert.

Zum Tourismus erzählte Loock-Braun, dass im Jahr 2013 die Gäste in Emmerich sage und schreibe 13,2 Millionen Euro ausgegeben haben.

Nun sprach Bürgermeister Johannes Diks von seiner wohl wichtigsten Mitarbeiterin (Loock-Braun) und bezeichnete sich als der nötige „Kleingeld-Lieferant“. Er sprach den Masterplan Hochelten an. Der „Ayers-Rock“ (Eltenberg) Emmerichs, der doch leider auf niederländischer Seite drei Meter höher sei. Das Freischneiden der Sichtachse in Richtung Rheintal sei nur eines von vielen Dingen, die noch zu tun seien. Die Gemeinde Beek, das Montferland und Elten müssten bezüglich des Berges einen gemeinsamen Weg beschreiten. Gelebte europäische Einheit eben. Dadurch gebe es auch die Möglichkeit an europäische Fördertöpfe zu gelangen.

Eine Neuerung für Elten wird ganz gewiss auch die Betuwe-Route bringen. Ein brennendes Plädoyer wurde von Klaus Fassin gehalten, sich gegen die mächtige Bahn zu stellen. Das war schon beeindruckend!