Abschluss mit einem Gewinn von 1,91 Millionen Euro

Gut gefüllt war das Kunstforum bei der Vertreterversammlung der Volksbank Emmerich-Rees.
Gut gefüllt war das Kunstforum bei der Vertreterversammlung der Volksbank Emmerich-Rees.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Volksbank Emmerich/Rees hat das Jahr 2014 mit einem Gewinn von 1,91 Millionen Euro abgeschlossen. Bei der Vertreterversammlung sprach RTL-Reporterin Antonia Rados.

Emmerich/Rees..  Sonne pur auf der großen PAN-Terrasse. Inmitten der Vorstandsmitglieder der Volksbank, Holger Zitter und Ralf van Bruck, stand eine Dame, die man fast täglich über die Mattscheibe flimmern sieht: Antonia Rados, RTL-Chefreporterin. Sie hatte das Geldinstitut zur Vertreterversammlung eingeladen. Doch bevor die Journalistin über die „arabische Welt im Umbruch – Hoffnung oder Gefahr“ berichten konnte, gab es jede Menge Zahlenmaterial.

Satten Gewinn erzielt

Schließlich wollten Vorstand, Aufsichtsrat und die 205 Mitarbeiter den Vertretern der insgesamt fast 21 000 Mitglieder zeigen, warum ihre Bilanz mit einem Gewinn von 1,91 Millionen Euro in 2014 abschließt. Wim Abbing brachte es gleich auf den Punkt: „Der Bank geht es weiterhin gut. 2014 haben wir besser verdient als 2013“, betonte der Aufsichtsratsvorsitzende.

Er zeigte sich überzeugt, dass die Volksbank eigenständig bleibt: „Ich gehe davon aus, dass die nächsten zwanzig Jahre nicht fusioniert wird.“ Und das bei der schwierigen Bankenlage und dem niedrigen Zinsniveau. Doch das Erfolgsrezept ist eigentlich ein einfaches. Trotz der steigenden Kosten durch Modernisierung und eines erhöhten Personalaufwandes bleibt die Volksbank nah am Kunden. „Wir sind die einzige Bank, die in allen Ortsteilen vertreten ist“, so Vorstand Ralf van Bruck.

Der erinnerte an die Modernisierung der Filiale Wassenbergstraße und an die neue Zweigstelle, die im Sommer 2015 in Millingen Eröffnung feiert. Fakt ist: „Dienstleistung geht nur mit Menschen“, so Vorstandsmitglied Holger Zitter. Alles nur machbar, wenn auch die Eigenkapitaldecke ausreichend sei. Und das ist sie mit 100 Millionen Euro. Die Bank mit knapp 21 000 Mitgliedern (Zuwachs in 2014: 1275!) lässt diese an der Erfolgsgeschichte teilhaben.

Dafür wurde seitens der Führungsgremien ein besonderes Bonussystem vor zwei Jahren auf den Weg gebracht. Jährliche Dividende runter, dafür aber eine zusätzliche Ausschüttung nach einem Treuepunktesystem für Konten, Guthaben, Kredite, Wertpapier-Depots und Versicherungen, das ist die Devise. So können neben der 3,75-prozentigen Dividende immerhin gut 100 Euro zusätzlich ins Geldsäckel fließen. „Diese erste genossenschaftliche Ausschüttung ist ein erlebbares anderes Banking“, zeigte sich Holger Zitter überzeugt.

Nach zufriedenen Gesichtern, die Wim Abbing beim Gros der Teilnehmer im PAN-Multifunktionsraum ausmachte, gab es zum Schluss dann sehr viel nachdenkliches. Denn Antonia Rados, die seit den 1990er-Jahren intensiv die Entwicklung der arabischen Welt als Journalistin vor Ort verfolgt, gab einen Einblick, warum diese Region ein Pulverfass ist, vor dem die Vereinten Nationen schon 2001 warnten. Zwei Drittel der arabischen Welt sei unter 30 Jahre jung. Auf die Frage seinerzeit, was diese denn wolle, hieß es: „Wir wollen nicht mehr so leben wie bisher.“

Das war beim arabischen Frühling 2011. „Dann kamen Mobiltelefone, Satellitenfernsehen und Internet.“ Ohne diese Technik hätte es diesen Frühling vor vier Jahren nicht gegeben, so Rados. Sie prophezeite, dass es „noch mehr radikale Gruppen dort geben wird“. Ihre Einschätzung: Eine riesige Rolle werde der Türkei und dem Iran, die ja eigentlich nicht direkt zur Region gehören, zuteil.

Sie würden die anderen Länder stabilisieren, obwohl dies bei so vielen jungen Menschen schwierig werde. Bei ihren schwierigen journalistischen Einsätzen in Krisen- und Kriegsgebieten wünschte einer der Anwesenden Antonia Rados im Anschluss der Versammlung jede Menge Schutzengel, die stets ihre Hand über sie ausbreiten mögen. Wie beliebt die RTL-Dame ist und wie sie das Gespräch mit Zuschauern schätzt, wurde beim anschließenden Imbiss auf der PAN-Terrasse deutlich.