Abschied vom Brückenbauer

Vrasselt..  Er gilt bis als Brückenbauer in Karnevalskreisen, sorgte dafür, dass sich in den vergangenen 25 Jahren die Präsidenten der acht Emmericher Vereine von Elten bis Praest trafen und austauschten. Am Samstag nahm Hans Böcker, den alle nur liebevoll „Hänske“ nennen, Abschied vom närrischen Parkett.

„Du hast den Vrasselter Karneval nach Batje van Rossum zu dem gemacht, was er heute ist“, lobte GECK-Ehrenpräsident und Gardist Frank Kühn seinen langjährigen Weggefährten und Freund. Der durfte sich über ein kleines Fahrzeug der Rheinberger Spirituosenfabrik mit dem Kennzeichen KLE-HB 2015 freuen. Böcker hatte bei den VCK-Sitzungen Jahr für Jahr einen Underberg an Kühn gegeben. Eine Tradition, die ebenfalls nun endete.

Und noch eine Überraschung präsentierte das VCK-Komitée. Da hatten sie doch glatt dem scheidenden Sitzungspräsidenten die Präsidentenkappe stibitzt. Die wird künftig in einer Vitrine an 25 Jahre als Vrasselter Obernarr ihn erinnern. „Wenn es am schönsten ist, soll man gehen“, betonte Böcker - nicht ohne daran zu erinnern, dass alles damals mit gerade einmal 17 Aktiven begann.

Tochter und Ex-Prinzessin Anna-Lena und Sohn Torben umarmten herzlich ihren Vater und vertraten somit auch Ehefrau Arti, die an diesem Abend nicht mit dabei sein konnte. Mit einer tiefen Verneigung gen Publikum und den Liedern „Oh, wie ist das schön“ und „Ich bin en Vrasselter Jong“ verabschiedete sich Hänske von seiner Bühne.

Im März wird über die Nachfolge entschieden, so Vize-Präsident Simon Terhorst gegenüber der NRZ.