91 Isselburger ließen sich beraten

Wärmebilder offenbaren Problemzonen an alten Häusern.
Wärmebilder offenbaren Problemzonen an alten Häusern.
Foto: Privat
Was wir bereits wissen
Im Rahmen der Energiekampagne waren im vergangenem Jahr Spar-Experten in ausgewählten Wohnquartieren in Isselburg unterwegs. Über 200 Haushalte wurden besucht.

Isselburg..  An den Rollladenkästen zieht’s, über die schlecht isolierten Fenster geht Wärme verloren und auch die Heizung ist nicht mehr auf dem aktuellen technischen Stand – Energieberater wissen genau, welche Faktoren Rechnungen für Öl, Gas und Strom bei älteren Häusern in die Höhe treiben. Um dem Schrecken in Sachen Rechnung ein Ende zu bereiten, gibt es seit 2009 eine Energiesparkampagne des Kreises Borken. Und die machte im vergangenen Jahr auch erstmalig in Isselburg Station.

Kostenloses Angebot

Rund 200 Hausbesitzer in Isselburg hatten dabei die Möglichkeit, gemeinsam mit einem Fachmann herauszufinden, wie sich ihre Immobilie energetisch verbessern lässt – und das völlig kostenlos. Der Kreis Borken hat die „Haus-zu-Haus-Beratungskampagne“ im Rahmen seines Klimaschutzkonzeptes initiiert. Kooperationspartner für die Aktion in 2014 in Isselburg waren die Stadt, die Sparkasse Westmünsterland, die Kreishandwerkerschaft Borken sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken.

Zwischen dem 27. Januar und 7. Februar klingelten Thomas Venhorst und Matthias Gerwing, zwei Energieberater der Service-Gesellschaft Handwerk der Kreishandwerkerschaft Borken, bei den 200 ausgesuchten Haushalten. Die Stadt hatte ihnen verschiedene Wohnquartiere im Stadtgebiet aus den 50er- bis 70er-Jahren ausgewählt.

Und hier rannten sie teilweise offene Türen ein. Denn 91 Haushalte nutzten die Gelegenheit, den energetischen Zustand ihrer Immobilien kostenlos unter die Lupe nehmen zu lassen und vereinbarten ein ausführliches Informationsgespräch. Ein Drittel nutzte zumindest das Angebot, sich kurz beraten zu lassen und nahm auch das Informationsmaterial dankend entgegen.

Natürlich waren die Berater nicht nur in Isselburg unterwegs. Auch Wohngebiete in Heek und Rhede standen auf der Liste der Fachmänner. Von insgesamt 517 Hausbesitzern nutzten in den drei Gemeinden immerhin 383 das Angebot, ihr Haus ausführlich durchchecken zu lassen.

Die Energieberater zeigten dabei den Hausbesitzern auf, wie sie ihre Immobilien so modernisieren können, dass sie zukünftig deutlich weniger Energie verbrauchen und mehr Wohnkomfort erzielen können. Insgesamt haben sich im Kreis Borken bereits 2207 Haushalte an der Energiesparkampagne beteiligt. Auch demnächst werden die Berater wieder unterwegs sein. Diesmal in ausgewählten Wohngebieten von Gronau und Velen.

Wer außerhalb dieser Kampagne Beratung sucht, dem empfiehlt der Kreis Borken, Kontakt zu einem Energieberater in der Region aufzunehmen. Eine Adressenliste findet sich unter anderem im Internet unter www.alt-bau-neu.de oder in der Broschüre „Energetische Gebäudemodernisierung im Kreis Borken – Gewusst, wer, was, wie, wo!“ Einen Download gibt’s unter www.kreis-borken.de/klima-infos.