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Feuerwehreinsatz

67-Jährige stirbt bei Brand in Reeser Einfamilienhaus

08.03.2016 | 11:10 Uhr
67-Jährige stirbt bei Brand in Reeser Einfamilienhaus
Dienstagmorgen ist eine 67-Jährige bei einem Brand in Grietherbusch ums Leben gekommen.Foto: Guido Schulmann

Rees.  Bei einem Feuer in Rees ist am Dienstmorgen die Bewohnerin eines Einfamilienhauses gestorben. Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen.

Bei einem Brand eines älteren Einfamilienhauses in der Reeser Ortschaft Grietherbusch ist am Dienstagmorgen eine 67-jährige Frau ums Leben gekommen. „Sie lag von innen vor der Haustüre. Da kam jede Hilfe zu spät“, sagte ein sichtlich betroffener Zugführer der Feuerwehr Rees, Marcel Heuberg.

Gegen 7 Uhr hatte eine Nachbarin bemerkt, dass aus dem Haus an der Grietherbuscher Straße 18, gleich neben einem Bauernhaus, Flammen aufstiegen und sofort die Feuerwehr alarmiert. Die rückte mit drei Löschzügen aus Bienen, Millingen und Rees mit insgesamt 40 Mann an, außerdem waren acht Polizisten und vier Kräfte vom Rettungsdienst am Ort des Geschehens.

Das Haus ist auch wegen der Rauchentwicklung unbewohnbar.Foto: Remy

Die Rettungskräfte standen etwa zwei Minuten vor den Feuerwehrleuten an der verschlossenen Haustüre. „Wir mussten sie mit Fußtritten und einem Kuhfuß aufbrechen“, schilderte ein Rettungssanitäter den dramatischen Einsatz. Helfen konnten sie der Frau, die sie nach draußen holten, aber nicht mehr. Der Notarzt stellte nur noch ihren Tod fest. Vermutlich sei sie an einer Rauchvergiftung gestorben, hieß es.

Brandherd im Wohnzimmer

Unmittelbar nach den Rettungskräften drang der erste zweiköpfige Feuerwehrtrupp mit schwerem  Atemschutz ins brennende Gebäude ein. „Der Brandherd lag hinten im Haus, also im Wohnzimmer“, sagte der Zugführer nach dem Einsatz, als bereits einige Wehrleute schon wieder abgezogen waren.

Die Brandursache stand zunächst noch nicht fest. Die Kriminalpolizei aus Kalkar nahm die Ermittlungen auf, während draußen noch gut zehn Feuerwehrfahrzeuge, teils mit Blaulicht, standen und sich viele der Wehrmänner wegen der niedrigen Temperaturen mit einer Tasse Kaffee aufwärmten.

Nach Informationen der NRZ lebte die Frau als Mieterin alleine in dem älteren Haus, das dem Landwirt nebenan gehört. „Manchmal bekam sie Besuch von ihren Enkelkindern“, wusste eine Nachbarin zu berichten. Zum Zeitpunkt des Feuers war aber wohl sonst niemand im Haus.

Redakteur Wolfgang Remy hat bei dem Brand in Grietherbusch Impressionen gesammelt.

Posted by NRZ Emmerich on Dienstag, 8. März 2016

Vor Ort im Einsatz war unter anderem eine Drehleiter der Feuerwehr. „Aus Sicherheitsgründen haben wir nach dem Löschen Pfannen vom Dach aufgenommen, um zu sehen, ob sich da eventuell noch Brandherde befinden“, berichtete Zugführer Marcel Heuberg gegen 9 Uhr über den weiteren Verlauf des Tages.

Starke Rauchentwicklung

Das Innere des Gebäudes wurde nicht nur durch die Flammen stark in Mitleidenschaft gezogen, sondern besonders durch die starke Rauchentwicklung. Vorsichtshalber wurden von der Feuerwehr auch Zwischendecken im Haus eingerissen, um weitere Brandnester ausschließen zu können. „Das Haus ist jetzt erst einmal nicht bewohnbar“, stellte der Zugführer klar, der den Einsatz gegen 11 Uhr beendete.

Unmittelbar nach dem Einsatz benachrichtigte der Opferschutz der Polizei die Angehörigen und übernahm eine erste Betreuung, bestätigte die Polizei in einer ihrer Pressemitteilung.

Wolfgang Remy

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2016-03-08 11:10
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