40-Tonner krachte bei Emmerich frontal in einen Baum

Der Fahrer war mit seinem 40-Tonner frontal gegen einen Baum gerutscht.
Der Fahrer war mit seinem 40-Tonner frontal gegen einen Baum gerutscht.
Foto: Thorsten Lindekamp
Was wir bereits wissen
Windböe erfasste 40-Tonner auf der L7. 500 Liter Diesel drohten auszulaufen. Für die Bergung war die ehemalige B 8 über Stunden gesperrt.

Rees/Emmerich.. Das hätte noch schlimmer enden können! Am Donnerstag um neun Uhr befährt ein 29-jähriger Reeser mit seinem Lkw die Emmericher Landstraße (L 7, ehemals B8) aus Rees in Richtung Emmerich. Dann passiert es: Durch eine Windböe kommen die Zugmaschine einer Millinger Spedition und der leere, aufgesattelte Anhänger nach rechts von der Fahrbahn ab. Das Gespann gerät in den aufgeweichten Grünstreifen, streift einen Straßenbaum und prallt frontal gegen einen weiteren Baum. Durch den Zusammenstoß wird der Fahrer verletzt und mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren.

An der Zugmaschine entstand Totalschaden, der Anhänger wurde erheblich beschädigt. Das Gespann musste abgeschleppt werden. Aufgrund des Unfallherganges war der Fahrzeugtank, gefüllt mit rund 500 Litern Diesel, undicht.

Er wurde freigelegt und Auffangbehältnisse darunter gestellt. Bereits ausgelaufene Betriebsstoffe wurden mit Bindemittel abgestreut. Zum Entleeren der Tanks und Umpumpen des Diesels wurde die GSG-Einheit (Gefährliche Stoffe und Güter) der Feuerwehr Emmerich zur Einsatzstelle beordert, die mit Spezialmaterial den Diesel in Fässer umfüllte. Aufgrund der ausgelaufenen Betriebsstoffe wurde die Untere Wasserbehörde zur Einsatzstelle gerufen. Ebenfalls vor Ort waren StraßenNRW, der Bauhof Rees sowie die Polizei.

Landstraße blieb mehrere Stunden gesperrt

Die Landstraße war mehrere Stunden gesperrt. Schnell hatten sich die wendenden Fahrzeuge auf der Landstraße eine Umleitung durch die Hetter gesucht. Hier kam es allerdings zu unliebsamen Staus. Wegen des Begegnungsverkehrs auf den schmalen Straßen mussten die Fahrer mit ihren Autos in die Bankette ausweichen, die sich wegen des nassen Wetters schon bald in tiefe Schlammspuren verwandelt hatten. Schließlich blieb noch ein Traktor liegen, so dass auch hier der Verkehr zusammenbrach.

Wünschenswert wäre gewesen, wenn die Polizei früher den Verkehr großräumig umgeleitet hätte, wie später geschehen ab Kreisverkehr in Rees und von der Kreuzung Emmericher Straße in Emmerich, um die Fahrzeuge über die Autobahn A 3 oder linksrheinisch umzuleiten. Im Einsatz waren die Löschzüge der Stadt Rees und Bienen mit 19 Einsatzkräften.